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Trump hat Ärger erstmal von der Backe

Auch wenn vieles dafür spricht, dass Trump sein Amt missbraucht hat, wurde er von den Vorwürfen freigesprochen. Warum, das erfahrt ihr hier!

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US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten ziemlich viel Ärger am Hals. Viele wollten sogar, dass er seinen Job als Präsident verliert. Denn ihm wurde vorgeworfen, seine Macht als Präsident missbraucht zu haben, um sich selbst Vorteile zu verschaffen. Doch diese Woche stellte sich heraus: Sorgen um seinen Job braucht sich Trump erstmal nicht mehr zu machen. Denn zwar sind sich immer noch viele Politiker sicher, dass Trump große Fehler gemacht und sein Amt missbraucht hat, aber trotzdem hat der Senat ihn diese Woche von den Vorwürfen freigesprochen und entschieden, dass er Präsident bleiben darf.

Donald Trump, Präsident der USA.
Trump präsentiert eine Zeitung, die über seinen Freispruch schreibt.
Quelle: Evan Vucci/AP/dpa

Diese 3 Dinge solltet ihr darüber wissen

1. Was Trump vorgeworfen wird

Es sieht so aus, als habe Donald Trump versucht, seine Macht auszunutzen, um für sich selbst einen Vorteil rauszuschlagen. Denn er soll die Regierung des Landes Ukraine dazu gedrängt haben, dafür zu sorgen, dass Joe Biden schlecht dasteht. Joe Biden ist von der Demokratischen Partei und will Präsidentschaftskandidat bei der nächsten Wahl in den USA sein. Er möchte also am liebsten US-Präsident werden und Trump ablösen. Doch weil Trump selbst Präsident bleiben will, versucht er das natürlich zu verhindern. Und hat darfür wohl seine Macht ausgenutzt. Offenbar hat er versucht, Informationen aus der Ukraine zu bekommen, mit denen er seinen Konkurrenten Joe Biden im Wahlkampf schlechtmachen könnte.

2. Warum er trotzdem freigesprochen wurde

Ob Trump trotz der Vorwürfe weiter Präsident bleiben darf, wurde in einem sogenannten Amtsenthebungsverfahren ("Impeachment") entschieden. Das passierte aber nicht in einem normalen Gericht mit Richtern, sondern vor gewählten Politikerinnen und Politikern. Sie mussten darüber abstimmen, ob Trump schuldig ist oder nicht.

Das letzte Wort hatten die Politiker im Senat. Und dort - das ist sehr wichtig - sitzen vor allem Politiker von Trumps Partei, den Republikanern. Sie haben entschieden, dass sie im Senat keine Zeugen mehr hören wollen - also Menschen, die höchstwahrscheinlich bezeugt hätten, dass Trump sein Amt tatsächlich missbraucht hat. Weil diese Zeugen im Amtsenthebungsverfahren nicht berichten durften, wurden nur wenige Infos bekannt. Und so konnten die Republikaner Trump freisprechen.

3. Warum Politiker aus seiner Partei ihn freigesprochen haben

Aber warum wollten die Politiker aus seiner Partei, dass er freigesprochen wird? Das hängt vor allem damit zusammen, dass in diesem Jahr in den USA gewählt wird. Die Republikaner, also die Politiker aus Trumps Partei, wollen natürlich, dass ihre Partei möglichst viele Stimmen bekommt und sie alle wieder in den Senat gewählt werden und ihren Job behalten können. Deshalb ist es für sie wichtig, dass ihre Partei, zu der Trump ja auch gehört, möglichst gut dasteht. Die Wähler sollen deshalb am besten denken, dass Trump nichts verbotenes gemacht hat. Viele Republikaner haben Trump wohl also nicht freigesprochen, weil sie glauben, dass er unschuldig ist - sondern weil sie Angst haben, sonst bei den kommenden Wahlen zu verlieren.

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