Sie sind hier:

Donald Trump besucht Kenosha

Der Bürgermeister der Stadt Kenosha in dem US-amerikanischen Bundesstaat Wisconsin hatte Trump eigentlich gebeten, seinen Besuch zu verschieben.

Datum:
US-Präsident Donald Trump besucht die Stadt Kenosha in Wisconsin.
US-Präsident Donald Trump besucht die Stadt Kenosha in Wisconsin.
Quelle: AP

Nach besonders schlimmen Vorfällen ist es in den USA üblich, dass der Präsident die Orte besucht, an denen diese Vorfälle passiert sind. Der Präsident will damit zeigen, dass er die Menschen dort unterstützt und tröstet.
So hat es jetzt auch Donald Trump gemacht und ist nach Kenosha gereist. Doch er war nicht bei allen willkommen.

Was in Kenosha passiert ist

Vor knapp zwei Wochen hatte dort ein Polizist mehrmals auf einen Mann geschossen. Der Mann überlebte schwer verletzt und ist jetzt gelähmt. Sein Name ist Jacob Blake und er ist Schwarzer.
Viele Menschen in seiner Heimatstadt Kenosha und im Rest der USA glauben, dass auf ihn wegen seiner Hautfarbe geschossen wurde. Sie werfen deshalb der US-amerikanischen Polizei Rassismus vor. In Kenosha begannen heftige Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Sie dauerten tagelang und waren zum Teil sehr gewalttätig. Viele Gebäude, vor allem Geschäfte, wurden dabei zum Beispiel zerstört.

Proteste in Kenosha gegen Polizeigewalt.
Proteste in Kenosha gegen Polizeigewalt.
Quelle: David Goldman/AP/dpa

Nun ist Trump an diesen Ort gereist. Doch er will mit seiner Reise nur einem kleinen Teil der Menschen in Kenosha seine Unterstützung zeigen.
Er besuchte Menschen, deren Geschäfte bei den Protesten zerstört wurden und versprach ihnen vier Millionen Dollar Hilfe. Auch der Polizei versprach er Geld: eine Million Dollar. Trump stellte sich dabei ganz klar hinter die Polizei, die seiner Meinung nach nicht rassistisch sei. Die Proteste dagegen nannte er "Terror".

Proteste gegen Rassismus

Doch viele Menschen in den USA sind ganz anderer Meinung. Nicht erst seit Jacob Blake in Kenosha angeschossen wurde, gehen sie in verschiedenen Städten im ganzen Land auf die Straße und protestieren gegen Rassismus und Polizeigewalt gegenüber Schwarzen.
Angefangen hatten die Proteste Ende Mai, nachdem ein Polizist einen Schwarzen getötet hatte.

Viele waren gegen Trumps Besuch

Kein Wunder also, dass Trump längst nicht bei allen Menschen in Kenosha willkommen war. Der Bürgermeister der Stadt und auch andere wichtige Politiker im Bundesstaat Wisconsin hatten den Präsidenten sogar gebeten, nicht zu kommen. Sie hatten befürchtet, dass Trump mit seinem Besuch die Wut der Menschen noch weiter anheizen würde und es wieder zu Gewalt kommen könnte.

Doch eine große Gruppe entschloss sich stattdessen zu einem friedlichen Protest gegen den Präsidenten. Sie versammelten sich an dem Ort, an dem auf Jacob Blake geschossen worden war und feierten ein friedliches Straßenfest.

schwarze schulkinder usa

ZDFtivi | logo! -
USA: Schwarze sind im Alltag oft im Nachteil
 

- etwa in der Schule, bei der Jobsuche oder in der Freizeit.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!