Sie sind hier:

Nach dem Tsunami in Indonesien

Durch die riesige Flutwelle kurz vor Weihnachten sind mehr als 420 Menschen ums Leben gekommen. Noch immer gibt es keine Entwarnung: Es könnte weitere Tsunamis geben.

Datum:

Ein Tsunami, also eine riesige Flutwelle, hat kurz vor Weihnachten die indonesischen Inseln Java und Sumatra getroffen. Durch den Ausbruch des Vulkans Krakatau hat es einen Erdrutsch unter Wasser gegeben, der den Tsumani ausgelöst hat. Mehr als 420 Menschen sind gestorben, mehr als 7.000 wurden verletzt und einige werden noch vermisst. Die Wassermassen haben Häuser und Autos mit sich gerissen. Auch Nationalparks wurden zerstört.

Archiv: Der Vulkan Anak Krakatau beim Ausbruch mit großer Rauchwolke
Der Vulkan Krakatau.
Quelle: dpa

Keine Warnung vor dem Tsunami

Die Menschen auf den Inseln Sumatra und Java wurden von der Flutwelle überrascht. Sie hatten keine Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Es gibt eigentlich Frühwarnsysteme, die die Menschen warnen. Diese Frühwarnsysteme funktionieren aber nur, wenn ein Erdbeben einen Tsunami auslöst. Diesmal war es aber ein Erdrutsch nach einem Vulkanausbruch, der den Tsunami auslöste.

Weiterhin Aufräumarbeiten nach dem Tsunami in Indonesien
Viele Gebäude wurden zerstört.
Quelle: reuters

Gefahr vor weiteren Tsunamis

Noch immer sind viele Helferinnen und Helfer im Einsatz. Sie versorgen die Verletzten und beseitigen die Trümmer der zerstörten Gebäude. Die Aufräumarbeiten werden noch lange andauern. Expertinnen und Experten warnen außerdem, dass die Gefahr weiterer Tsunamis besteht. Solange der Vulkan Krakatau aktiv bleibt, gibt es keine Entwarnung. Doch die Menschen in Indonesien wären bei einem erneuten Tsunami nun besser vorbereitet: Sie meiden die Nähe zum Strand, um nicht von einer neuen Welle mitgerissen zu werden. Viele Menschen, die in der Nähe der Küsten leben, haben sich in Notunterkünften in höher gelegenen Regionen in Sicherheit gebracht.

Besondere Tsunamigefahr

Indonesien besteht aus einer Gruppe von 13.677 Inseln im Indischen Ozean. In Indonesien bebt die Erde sehr oft. An Weihnachten 2004 hat ein besonders heftiger Tsunami Indonesien getroffen, mehr als 160.000 Menschen sind damals gestorben. Und erst vor knapp drei Monaten wurde die Insel Sulawesi von einem Tsunami getroffen. Mehr als 2.200 Menschen sind dabei gestorben.

Dass es in Indonesien oft Erdbeben und Tsunamis gibt, hängt damit zusammen, dass sich die Erde unter den indonesischen Inseln bewegt. Tief unter dem Meeresboden im Inneren der Erde schieben sich an dieser Stelle zwei große Erdplatten übereinander. Diese Platten haben Ecken und Kanten. Und wenn sich die Platten übereinanderschieben, verhaken sie sich manchmal. Wenn sie sich dann wieder ruckartig voneinander lösen, gibt es heftige Erdbeben, die auch Tsunamis auslösen können. Mehr erfahrt ihr im Video.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!