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UN-Generalversammlung - und keiner da?

In dieser Woche beginnt in New York die UN-Generalversammlung. Vertreter aus 193 Ländern, also aus fast allen Ländern der Welt – auch aus Deutschland – beraten, wie sie aktuelle Probleme in der Welt besser lösen können. Doch wegen Corona bleibt der Besprechungssaal leer.

Datum:

Die UN-Generalversammlung findet jedes Jahr in einem riesigen Saal in New York statt - und der wäre eigentlich proppenvoll mit vielen Rednerinnen und Rednern aus den 193 Mitgliedsstaaten. Doch dieses Jahr sieht das etwas anders aus: Wegen der Corona-Pandemie darf pro Land nur ein Botschafter in den Saal und die Redner sprechen virtuell, also per Videobotschaft. Das kommt dieses Jahr zum ersten Mal vor - ausgerechnet jetzt, zum 75. Jahrestag.

Da sich alle Länder in verschiedenen Zeitzonen befinden, wird es spannend - für manche Staaten ist die Versammlung zum Beispiel mitten in der Nacht! Für Deutschland wird Außenminister Heiko Maas sprechen - ebenfalls per Videobotschaft.

Vollversammlung mit Videobotschaft
Vollversammlung mit Videobotschaft: Wegen der Corona-Pandemie sieht das UN-Treffen dieses Jahr etwas anders aus
Quelle: epa

Doch warum ist diese Versammlung überhaupt so wichtig? Wir erklären euch, warum es die UN gibt und wofür sie zuständig sind.

Die UN haben viele Aufgaben. Ihre Hauptaufgabe ist es, den Frieden auf der Welt zu sichern oder wieder herzustellen. Wenn zum Beispiel in einem Land auf der Welt Krieg herrscht oder es Streit und Unruhen gibt, kann die UNO eigene Soldaten und Soldatinnen schicken. Die UNO hat aber nicht wirklich eine eigene Soldatentruppe zur Verfügung. Die Soldaten kommen aus den verschiedenen Mitgliedsländern der UN und werden für den Einsatz dann ausgeliehen. So sind zum Beispiel Bundeswehrsoldaten aus Deutschland zurzeit in dem afrikanischen Land Mali für die UN im Einsatz.

Blauhelme für Syrien
Blaue Helme sind das Erkennungszeichen der UN-Soldaten.
Quelle: reuters

Man erkennt die UN-Soldaten an ihren blauen Helmen. Sie heißen auch Friedenssoldaten, weil sie die Bevölkerung schützen und Konflikte schlichten sollen. Zurzeit finden weltweit 13 solcher UN-Blauhelmeinsätze statt. Das Geld dafür bekommen die UN übrigens von ihren Mitgliedsländern. Dabei zahlen aber nicht alle gleich viel: Reichere Länder zahlen mehr in den Topf und ärmere weniger.

Flüchtlingen helfen

Blauhelme im Südsudan
Versorgung mit dem Nötigsten
Quelle: ap

Leider gelingt es oft nicht, für Frieden zu sorgen. Auch deshalb müssen viele Menschen ihre Heimat verlassen und sind auf der Flucht. Die UNO baut Flüchtlingslager und versorgt die Menschen mit dem Nötigsten, also mit Lebensmitteln und Medikamenten. In den Flüchtlingslagern lassen die UN häufig auch Schulen für die Kinder errichten. Die UN helfen auch, wenn in einem Land eine schlimme Hungersnot ausbricht. Um Flüchtlingen zu helfen und Menschen auf der ganzen Welt mit Nahrung zu versorgen, gibt die UNO jährlich mehrere Milliarden Euro aus.

Hilfe nach Naturkatastrophen

Die UN benötigen auch Geld, um Menschen nach Naturkatastrophen zu helfen. Zum Beispiel nach Erdbeben. 2015 gab es ein schweres Erdbeben in dem Land Nepal in Südasien. Die UN haben geholfen, Menschen zu retten und Notunterkünfte zu bauen. Experten und Expertinnen der UN zeigen den Menschen auch, wie sie ihre Häuser am schnellsten wieder aufbauen können. All das kostet natürlich. Die UN brauchen also Geld, um Frieden auf der Welt zu sichern und armen und schwachen Menschen in Not zu helfen.

Kritik: zu teuer

Es gibt aber auch Menschen, die die UN kritisieren. Zum Beispiel US-Präsident Donald Trump. Deshalb hält er auch keine Rede beim diesjährigen 75. Jubiläum. Er findet, dass manche Menschen, die für die UN arbeiten, zu viel Geld verdienen. Und dass das ganze System der UN zu undurchsichtig sei. Der Chef der UN, UN-Generalsekretär António Guterres, sieht das ähnlich. Er will versuchen, das nun zu ändern.

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