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Neue Hilfslieferungen für Syrien möglich

Die Erlaubnis für die Vereinten Nationen, Hilfslieferungen nach Syrien zu bringen, war abgelaufen. Mehrere Länder waren sich darüber uneinig, wie die Hilfe weitergehen kann. Nun haben sie sich geeinigt.

In Syrien gibt es seit mehr als neun Jahren Krieg und mehr als 6 Millionen Menschen sind in dem Land auf der Flucht. Deshalb benötigen viele Menschen dort Hilfe. Verschiedene Organisationen bringen Essen, Trinkwasser und Medikamente in das Land und errichten zum Beispiel neue Schulen. Das geht aber nicht einfach so: Es gibt extra Zonen, sogenannte Korridore, über die Hilfslieferungen einigermaßen sicher über die Grenze in das Kriegsgebiet gebracht werden können. Für diese Korridore ist die UN (Vereinten Nation) verantwortlich, ein Zusammenschluss fast aller Länder der Erde.

Archiv: Ein syrischer Junge im zerstörten Aleppo im Jahre 2019.
Ein syrischer Junge steht im zerstörten Aleppo. Viele Städte in Syrien sind total zerstört.
Quelle: OBS/SOS-Kinderdörfer

Die Mitgliedsländer der UN hatten sich auf zwei solcher Korridore geeinigt. Doch diese Einigung galt nur für ein halbes Jahr. Deshalb musste eine neue Einigung gefunden werden. Und das war nicht so einfach: Die meisten Mitgliedsländer waren dafür, die Korridore weiter für Hilfslieferungen zu nutzen - unter anderem Russland stimmte dagegen. Die Hilfslieferungen für Syrien standen also auf der Kippe.

Warum war Russland dagegen?

In Syrien kämpfen verschiedene Gruppen gegen Soldaten des Präsidenten Baschar Al-Assad. Im Laufe der Jahre haben sich auch andere Länder in den Krieg in Syrien eingemischt, wie zum Beispiel die USA, Russland, die Türkei und Iran. Sie verfolgen bei dem Krieg ganz oft eigene Interessen. Russland steht eher auf der Seite des syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad.

Russland ist der Meinung, der syrische Präsident solle selbst entscheiden dürfen, wie und ob er Hilfslieferungen für sein Land annimmt und dass die anderen Ländern sich nicht einmischen dürften. Deshalb blockierte Russland eine Verlängerung der Hilfslieferungen. Kritiker sagen jedoch, Russland gehe es vor allem darum, dem syrischen Präsidenten Assad zu helfen, indem es verhindert, dass Menschen und Gruppen Hilfe bekommen, die gegen Assad sind, oder sogar gegen seine Soldaten kämpfen. Um also Assads Gegner zu schwächen, wolle Russland dafür sorgen, dass weniger Hilfslieferungen in Syrien ankommen können, so vermuten einige.

Lösung gefunden

Am Samstagabend haben die Mitgliedsländer der UN schließlich doch eine Lösung gefunden. Statt zwei Korridoren, über die die Menschen in Syrien mit Hilfslieferungen versorgt werden, gibt es jetzt nur noch einen. Damit war Russland einverstanden. Das bedeutet, dass die Hilfslieferungen nun weitergehen können und das ist ja erstmal eine gute Nachricht. Doch viele Mitgliedsländer der UN und auch viele Hilfsorganisationen befürchten, dass deutlich weniger Menschen mit Hilfsgütern versorgt werden können und Hilfe in bestimmten Gebieten gar nicht mehr ankommen wird, wenn es jetzt nur noch einen Weg für die Lieferungen gibt. Für Millionen Menschen in Syrien wird diese Entscheidung der UN also keine gute Nachricht sein.“  

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