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Diskussion um Pferde auf Karnevalsumzügen

Nach einem Unfall mit zwei Pferden auf dem Rosenmontagsumzug in Köln gibt es Diskussionen. Sollten Pferde auf Karnevalsumzügen verboten werden?

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Am Montag sind auf dem Kölner Rosenmontagszug zwei Pferde durchgegangen, die vor eine Kutsche gespannt waren. Dabei wurden fünf Menschen verletzt. Augenzeugen berichteten, dass die Pferde zuvor mit Gegenständen beworfen wurden. Ob das jedoch der Auslöser für den Unfall war, konnte die Polizei nicht mit Sicherheit sagen. Die Pferde blieben unverletzt.

Tierschützer fordern schon lange einen Verzicht auf Pferde.
Tierschützer fordern schon lange, dass Pferde nicht bei Karnevalsumzügen dabei sein sollten. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Tierschützer setzen sich für ein Verbot ein

Nach dem Unfall wird nun darüber diskutiert, ob Pferde überhaupt auf Karnevalsumzügen mitlaufen sollten. Tierschützer fordern schon lange ein Verbot. Sie sagen, bei Karnevalsumzügen sei es sehr eng und laut und für die Tiere bedeute das großen Stress. Weil Pferde Fluchttiere sind, also bei Gefahr losrennen und flüchten, sei es eine völlig normale Reaktion, dass sie unter Stress unkontrolliert losstürmen und durchdrehen. Das kann dann gefährlich werden - sowohl für Menschen als auch für die Tiere.

Gehören Pferde dazu?

Doch einige sind auch gegen ein Verbot. Sie sind der Meinung, dass Pferde zum Karneval dazugehören und ein Verbot nicht notwendig sei. Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen Herbert Reul sagte: "Ein Zug ohne Pferde ist Mist." Er ist der Meinung, man müsse erst klären, was die Ursache für den Unfall gewesen sei, bevor man einfach ein Verbot ausspricht. Er sagte: "Vielleicht ist auch die Musik am Zugweg zu laut." Zurzeit wird also noch viel über ein mögliches Verbot diskutiert. Ob es irgendwann ein Verbot geben wird, ist also noch völlig unklar.

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