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Was Regenbögen mit einem Gesetz zu tun haben

"Eine Schande" nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein neues ungarisches Gesetz. Aus Protest gegen das Gesetz sind bei der Fußball-EM neben Deutschlandfahnen immer mehr Regenbogenfahnen zu sehen. Was ist das für ein Gesetz, das für so viel Wirbel sorgt? Hier erfahrt ihr's.

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Von dem Gesetz, das in Ungarn gerade beschlossen wurde, fühlen sich viele Menschen, die dort leben, diskriminiert. Es sorgt also dafür, dass sich viele nicht fair und gleichberechtigt behandelt fühlen.
Genauer geht es dabei um Menschen, die homosexuell oder transsexuell sind.

Das ungarische Gesetz soll dafür sorgen, dass Kinder in ungarischen Schulen nichts über Transsexuelle und Homosexuelle erfahren.
Auch zum Beispiel in Büchern und Filmen, die Kinder und Jugendliche zu sehen bekommen, sollen keine homosexuellen oder transsexuellen Menschen gezeigt werden.

Gleiche Behandlung für alle Menschen - das ist ein Menschenrecht!

LGBTI
Quelle: dpa

Viele finden, das Gesetz diskriminiert diese Menschen, weil es dazu führt, dass über sie in der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht gesprochen wird.
Dabei sind alle Menschen gleich viel wert und sollen gleich behandelt werden, egal wen sie lieben und welchem Geschlecht sie angehören.

Viele Menschen finden das Gesetz auch deshalb so schlimm, weil dadurch Kinder glauben könnten, dass es nicht in Ordnung sei, homosexuell oder transsexuell zu sein.
Das kann zum einen dafür sorgen, dass sie selbst weniger tolerant gegenüber Homosexuellen und Transsexuellen sind. Und zum anderen kann es sein, dass sie sich nicht trauen, sich selbst als trans, lesbisch oder schwul zu outen, wenn sie es sind.
Kinder haben das Recht, sich zu solchen Themen zu informieren. Dieses Recht schränkt das ungarische Gesetz ein, finden viele.

Was das alles mit dem Regenbogen zu tun hat

Fußballfans mit Regenbogenfahnen

Die Regenbogenfahne soll Toleranz und Vielfalt ausdrücken. Sie bedeutet also in etwa: Jeder darf so sein, wie er ist. Die Fahne ist das Zeichen der LGBTQIA+-Gemeinschaft, puh, sperriges Wort. Dahinter steht eine große Gruppe von Menschen, zu der auch Homosexuelle und Transsexuelle gehören. Aber noch viel mehr Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Lebensformen gehören dazu. Sie alle fordern, gleich behandelt zu werden wie heterosexuelle Menschen. Denn das ist ihr Menschenrecht. Mehr zum Thema LGBTQIA+ erfahrt ihr hier.

Wie es jetzt weiter geht

Weil Ungarn zur Europäischen Union gehört, hat die EU sich jetzt eingemischt. Denn das neue Gesetz verstößt gegen die Werte der EU, also gegen das, wofür die EU stehen soll.
Die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ein Gerichtsverfahren angekündigt, wenn Ungarn das Gesetz nicht ändert.

Diesen Text hat Carolin geschrieben.

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