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Das Unicef-Foto des Jahres

Es zeigt Kinder, die aus dem brennenden Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fliehen.

Datum:
Das Foto "Die brennende Not" von Angelos Tzortzinis, zeigt Kinder, die vor dem Feuer im Geflüchtetenlager Moria auf Lesbos, Griechenland, davon laufen.
Am 9. September 2020 zerstört im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ein Feuer die Unterkünfte von 13.000 Menschen, darunter 4.000 Kinder.
Quelle: Angelos Tzortzinis, Griechenland (AFP)

Im September brannte das Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos. Das Camp wurde dabei fast völlig zerstört. Tote oder Verletzte gab es dabei wohl keine. Es wird vermutet, dass Bewohner des Lagers so verzweifelt waren, dass sie den Brand selbst gelegt haben, um auf die schlechte Situation in Moria aufmerksam zu machen.

Das Unicef-Foto des Jahres 2020 zeigt Kinder, die sich aus dem brennenden Lager in Sicherheit bringen. Das Bild wurde ausgewählt, weil es die "Tapferkeit, Fassungslosigkeit und Hilfsbereitschaft von Kindern" zeigt, sagt die Kinderhilfsorganisation Unicef.

4.000 Kinder lebten laut Unicef-Angaben in Moria. Die Zustände im Lager waren sehr schlecht: es war überfüllt, es gab kaum sauberes Wasser, nicht genug Lebensmittel, keine Schulen oder Spielmöglichkeiten.

Das Siegerfoto soll deshalb auch eine Mahnung an uns alle sein:

Wir in Europa müssen endlich eine Antwort finden – auch für die Kinder von Moria. Wir müssen gemeinsam mehr tun, um auch in ihr Leben Hoffnung zu bringen.
Elke Büdenbender, Schirmherrin von UNICEF Deutschland

Neues Lager nicht besser

Moria gibt es nach dem Brand nicht mehr. Viele Menschen von dort sind nach dem Brand in einem neuen Übergangslager untergebracht worden. Es heißt Kara Tepe. Doch auch dort ist die Situation nicht besser - Hilfsorganisationen warnen sogar davor, dass es noch schlimmer sei als das Lager Moria. So gibt es wohl viel zu wenige Toiletten, Duschen mit warmem Wasser und Strom. Es wird auch berichtet, dass es in den Zelten Ratten gebe, die manchmal Menschen beißen. Ob das stimmt, ist schwer zu überprüfen. Sicher ist aber, dass die Zustände für die Menschen - ganz besonders die Kinder - nicht gut sind. Viele kritisieren, dass so etwas in Europa überhaupt möglich sei.

logo! hat schon öfter über Moria berichtet. Hier findet ihr unsere Beiträge dazu:

Diesen Beitrag hat Johanna für euch geschrieben.

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