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Unruhe in der SPD

Die Parteien CDU, CSU und SPD haben sich geeinigt: sie wollen wieder gemeinsam regieren. Aber jetzt gibt es Ärger in der SPD.

Datum:

Mehr als vier Monate nach der Bundestagswahl haben die Parteien CDU, CSU und SPD entschieden, zusammen zu regieren. Am Mittwoch haben sie sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Doch nun gibt es Streit in der Partei SPD. Und das hat zwei Gründe.

SPD-Chef Schulz wollte Außenminister werden

Der eine Grund ist: Martin Schulz, der Chef der Partei. Er hatte kurz nach der Einigung gesagt, dass er nicht mehr Chef der SPD sein will. Seine Kollegin Andrea Nahles wird diesen Job in Zukunft machen. Der Plan von Martin Schulz: Er wollte eine wichtige Rolle in der neuen Regierung übernehmen und zwar als Außenminister. Der Außenminister kümmert sich um die Beziehungen Deutschlands mit anderen Ländern.

Meinungsaustausch: Martin Schulz und Sigmar Gabriel im Bundestag.
Martin Schulz und Sigmar Gabriel sind beide wichtige Politiker in der Partei SPD. Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Viele in der SPD fanden diesen Plan nicht gut. Denn direkt nach der Bundestagswahl im September hatte Martin Schulz gesagt, auf keinen Fall Minister in einer Regierung mit der CDU zu werden. Außerdem sind viele in der SPD der Meinung, dass der SPD-Politiker Sigmar Gabriel, der im Moment Außenminister ist, seinen Job gut macht und auch weiter machen sollte.

Nun hat Martin Schulz gesagt, dass er doch nicht Außenminister werden will. Er hat also nachgegeben und hofft wohl, dass nun in der Partei SPD nicht mehr über das Thema gestritten wird.

Nicht alle SPD-Mitglieder wollen mit CDU und CSU zusammen regieren

Es gibt aber auch noch einen zweiten Grund für den Streit in der SPD: Nicht alle SPD-Mitglieder sind mit einer Regierung gemeinsam mit der CDU und CSU, also einer Großen Koalition, einverstanden. Nun soll es in der SPD eine Abstimmung darüber geben. Das Ergebnis dieser Abstimmung wird es wahrscheinlich Anfang März geben.

Wenn die SPD-Mitglieder mit "Nein" stimmen, wird es keine Große Koalition geben. Dann muss eine neue Koalition gefunden werden, es gibt eine Minderheitsregierung oder Neuwahlen. Wenn die SPD-Mitglieder mit "Ja" stimmen, kann die Große Koalition ihre Arbeit aufnehmen. Warum manche SPD-Mitglieder für die Große Koalition sind und manche dagegen, erklären wir euch in diesem Video.

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Die Große Koalition sorgt für Streit in der SPD.

Videolänge:
1 min
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