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Hilfe für arme Kinder kommt kaum an

Kinder und Jugendliche aus Familien, die nur wenig Geld verdienen, sollen Unterstützung bekommen. Doch das hat in den vergangenen Jahren kaum funktioniert.

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Kein Geld für den Sportverein, die Klassenfahrt oder die Musikschule - manche Kinder in Deutschland müssen auf vieles verzichten. Auch in der Schule haben die Kinder häufig nicht die gleichen Chancen, weil ihre Eltern sich zum Beispiel keinen Nachhilfeunterricht leisten können. Sie leben in Familien, die nicht besonders viel Geld haben.

Kind mit Geld in der Hand
Viele Familien müssen auf jeden Cent achten.
Quelle: imago

Eigentlich sollten die Kinder ärmerer Familien in Deutschland Unterstützung bekommen. Dazu gehören: 15 Euro jeden Monat, damit sie in ihrer Freizeit nicht auf alles verzichten müssen und 150 Euro im Jahr für Lernmaterialien für die Schule. Diese Unterstützung heißt "Bildungs- und Teilhabepaket". Doch viele Kinder haben diese Unterstützung in den vergangenen Jahren nicht bekommen, obwohl sie sollten. Das haben Experten herausgefunden, die sich von Juli 2017 bis Juli 2018 Informationen von Familien angesehen haben.

Warum bekommen die Kinder die Unterstützung nicht?

Das Ergebnis der Experten: Bei den meisten Familien kommt die Unterstützung nicht an, ...

  • ... weil es kompliziert ist, diese Unterstützung zu beantragen. Die Eltern müssten viele Seiten Papiere mit vielen Fragen ausfüllen - diese Fragen sind manchmal gar nicht so leicht zu beantworten. Und wenn die Eltern etwas falsch ausfüllen, dann bekommen sie die Unterstützung für ihre Kinder nicht.
  • ... weil manche Famillien gar nicht wissen, dass es die Unterstützung gibt. Sie werden nicht darüber informiert und beantragen die Unterstützung deshalb auch nicht.
  • ... weil es an manchen Orten, zum Beispiel auf dem Land, keine passenden Angebote wie Sportvereine oder Musikvereine gibt, für die die Familien das Geld bekommen würden.
  • ... weil die 15 Euro für viele Aktivitäten nicht reichen würden. Die Eltern müssten den Kindern zum Beispiel auch Sportschuhe kaufen, wenn sie sie im Sportverein anmelden. Dafür sind 15 Euro zu wenig. Deshalb beantragen viele Eltern das Geld gar nicht erst.

Experten fordern neue Lösungen

Im Juli hat die Bundesregierungen einige Verbesserungen eingeführt. Zum Beispiel gibt es nun mehr Geld für Schulmaterialien, wie Stifte und Hefte.

Expertinnen und Experten reichen diese Verbesserungen allerdings nicht aus. Sie fordern trotzdem, dass es neue Lösungen gibt, wie arme Kinder noch besser unterstützt werden können. Denn es ist wichtig, dass alle Kinder die gleichen Möglichkeiten und Chancen haben - egal, wie viel Geld ihre Familien haben.

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