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Unsichere Doping-Kontrollen

Urinproben zur Doping-Kontrolle von Sportlern sorgen für Ärger: Die Tests sind nicht so sicher wie gedacht.

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Vom 9. Februar bis 25. Februar finden die Olympischen Winterspiele 2018 in dem Land Südkorea statt. Nun gibt es Ärger um die Doping-Kontrollen der Athleten: Die Kontrollen sind nicht so sicher wie gedacht.

Pyeongchang von oben fotografiert
Hier in Pyeongchang finden bald die Olympischen Winterspiele 2018 statt. Quelle: lui siu wai/xinhua/dpa

Tests im Labor

Ob ein Sportler Doping-Mittel genommen hat, kann zum Beispiel mit einer Urinprobe festgestellt werden. Die Urinproben werden in kleinen Flaschen zum Labor gebracht. Im Labor wird untersucht, ob die Sportler bestimmte verbotene Mittel zu sich genommen haben - das könnte man dann im Urin erkennen.

Es kommt immer wieder vor, dass Sportler schummeln, damit niemand merkt, dass sie diese Mittel genommen haben. Zum Beispiel soll ein großer Teil der russischen Athleten bei den vergangenen Winterspielen im Jahr 2014 unbemerkt Doping-Mittel genommen haben.

Wie können Athleten schummeln?

Sportler oder ihre Teams könnten dazu zum Beispiel ihren Urin in den Flaschen austauschen. Wenn sie "sauberen" Urin - also Urin von jemandem, der keine Doping-Mittel genommen hat - in die Flasche füllen, könnte ihr Betrug unbemerkt bleiben.

Tests sollten sicherer werden

Urinbehäter für Dopingkontrollen
Diese kleinen Flaschen sollten die Doping-Tests eigentlich sicherer machen. Quelle: reuters

Um Doping-Kontrollen sicherer zu machen, gab es vor Kurzem eine neue Regel: Die Urinproben durften nur noch in ganz bestimmten Flaschen abgegeben werden. Diese Flaschen sollten besonders sicher sein. Sie werden versiegelt, sobald der Urin eingefüllt wurde. Versiegelt bedeutet, dass man sie nicht einfach öffnen kann, ohne dass es deutlich zu sehen ist. Allerdings funktioniert wohl genau das bei den neuen Flaschen nicht. Experten haben herausgefunden, dass die Flaschen sich öffnen und wieder verschließen lassen, ohne dass man es sieht. Das bedeutet, dass die Athleten ihren Urin leichter austauschen könnten als gedacht.

Viele diskutieren jetzt darüber, was getan werden muss, um die Doping-Kontrollen für die Olympischen Winterspiele doch noch sicher zu machen.

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