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Urteil im NSU-Prozess

Mehr als fünf Jahre stand Beate Zschäpe vor Gericht. Jetzt ist das Urteil im NSU-Prozess gefällt worden.

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Es war einer der längsten und aufwendigsten Gerichtsprozesse, die es je in Deutschland gab. Am Mittwochmorgen wurde nun das Urteil im sogenannten NSU-Prozess gefällt: Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe wurde von einem Gericht in München zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht ist davon überzeugt, dass Beate Zschäpe als Mitglied der rechtsextremen Terrorgruppe NSU unter anderem dabei geholfen hat, zehn Menschen zu ermorden. Darunter waren vor allem Menschen mit ausländischer Abstammung.

Beate Zschäpe im Gerichtssaal in München am 11.7.2018 vor der Urteilsverkündung
Beate Zschäpe im Gerichtssaal in München vor der Urteilsverkündung
Quelle: reuters

Warum dauerte der Prozess so lange?

Der Prozess dauerte mehr als fünf Jahre, denn es mussten unter anderem hunderte Zeugen befragt werden. Neben Beate Zschäpe waren noch vier Männer angeklagt, die den NSU unterstützt haben sollen. Die Befragungen der Angeklagten und Zeugen haben viel Zeit gekostet. Außerdem hat Beate Zschäpe im NSU-Prozess lange geschwiegen und sich sehr lange nicht zu den Vorwürfen geäußert. Auch das hat das Verfahren verlängert. Als sich Zschäpe im Dezember 2015 dann doch geäußert hatte, hat sie zwar zugegeben, von den Banküberfällen des NSU gewusst zu haben. Aber von den Morden und Anschlägen habe sie immer erst im Nachhinein erfahren, behauptete sie.

Doch das Gericht ist davon überzeugt, dass Beate Zschäpe eine wichtige Rolle in der rechtsextremen Terrorgruppe NSU hatte und hat deswegen dieses Urteil gefällt. Die Anwälte von Zschäpe haben allerdings angekündigt, das Urteil noch einmal von einem anderen Gericht überprüfen lassen zu wollen.

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