Sie sind hier:

Strafzölle auf Stahl und Aluminium

Wenn US-amerikanische Firmen Stahl und Aluminium aus dem Ausland kaufen, müssen sie wohl bald eine Strafe dafür zahlen. Das könnte zu einem Handelskrieg führen.

Datum:

Anfang März hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass er Strafzölle auf Aluminium und Stahl verhängen will. Am Donnerstag unterzeichnete er dann entsprechende Anordnungen. Was das bedeutet, lässt sich an einem Beispiel erklären: Kauft etwa eine US-amerikanische Firma im Ausland - zum Beispiel in China oder Brasilien - Stahl oder Aluminium, dann müsste die Firma in Zukunft Strafzölle, also Extra-Gebühren an die Staatskasse der USA zahlen. Diese Strafzölle sind quasi so etwas wie eine Strafgebühr dafür, dass die Firma Stahl und Aluminium im Ausland gekauft hat und nicht im eigenen Land. Ausgenommen von der neuen Regelung hat Trump die Nachbarländer Kanada und Mexiko.

Was Trump damit erreichen will

Trump kündigt Strafzölle an
Trumps Strafzölle sind sehr umstritten. Quelle: ap

Trumps Ziel: US-amerikanische Firmen sollen in Zukunft mehr Stahl und Aluminium im eigenen Land kaufen und nicht mehr im Ausland. Er glaubt, dass so Stahl- und Aluminiumhersteller in den USA unterstützt werden, und dass dadurch auch mehr Arbeitsplätze in den USA entstehen. Die komplette Wirtschaft in den USA könnte durch diese Strafzölle wachsen, meint US-Präsident Trump.

Reaktionen auf Trumps Entscheidung

Trumps Anordnungen haben für heftige Reaktionen gesorgt. Stahl- und Aluminiumhersteller in den USA finden Trumps Entscheidung gut. Andere dagegen warnen davor, dass die Preise für Stahl und Aluminium aus dem eigenen Land, also den USA, steigen könnten. Produkte, für deren Herstellung Stahl oder Aluminium verwendet wird, könnten dann auch teurer werden. Die Menschen müssten dann zum Beispiel mehr Geld für Dosengetränke oder in Dosen verpacktes Essen bezahlen.

Mögliche Folgen für Europa

Archiv: Am Hochofen überwacht ein Mitarbeiter den Abstich des flüssigen Eisens, aufgenommen am 06.10.2004
Auch in Deutschland arbeiten viele Menschen in der Stahlindustrie Quelle: dpa

Einige glauben, dass Trumps Entscheidung auch Auswirkungen auf europäische Länder haben könnte. So könnte zum Beispiel der Stahl aus China oder Brasilien, der nicht mehr in die USA verkauft wird, stattdessen nach Europa verkauft werden.

Das würde bedeuten, dass Stahlhersteller in Europa weniger von ihrem Stahl verkaufen, dadurch weniger verdienen und einige Arbeitsplätze in Gefahr geraten.

Droht ein Handelskrieg?

Die Politiker der Europäischen Union (EU) haben deshalb jetzt angedroht, möglicherweise auch Strafzölle zu erheben und zwar für Dinge, die aus den USA eingeführt werden. Zum Beispiel Erdnussbutter, Kleidung oder Motorräder. Damit würden zum Beispiel deutsche Firmen weniger in den USA bestellen, und das würde US-amerikanischen Firmen schaden. Einige Experten befürchten, dass die USA und andere Länder immer mehr Strafzölle ankündigen, um sich gegenseitig zu schaden, und der Streit immer schlimmer werden könnte. Mit Waffen wird in einem solchen Streit nicht gekämpft, auch wenn man das dann als Handelskrieg bezeichnet.

Video

ZDFtivi | logo! - logo! erklärt

Der Streit um die Strafzölle und wie er sich entwickeln könnte.

Videolänge:
1 min
Datum:

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!