Sie sind hier:

Neue Vereinbarung rund um Strafzölle

Sogenannte Strafzölle sorgen seit einiger Zeit für schlechte Stimmung zwischen den Ländern der Europäischen Union (kurz: EU) und den USA. Nun scheinen die USA und die EU einen großen Handelsstreit vorerst abgewendet zu haben.

Datum:

US-Präsident Donald Trump und der wichtige EU-Politiker Jean-Claude Juncker haben sich bei einem Treffen in Washington auf einen Plan geeinigt, der den Streit rund um die Strafzölle beenden soll. In den kommenden Wochen werden US-amerikanische und europäische Politiker über die Abschaffung der bestehenden Strafzölle sprechen. Politiker auf der ganzen Welt finden das gut, denn es hatte Befürchtungen gegeben, dass der Streit um die Zölle noch größer wird.

US-Präsident Trump (r) und EU-Kommissionspräsident Juncker.
EU-Politiker Juncker und US-Präsident Trump haben eine Vereinbarung getroffen.
Quelle: Evan Vucci/AP/dpa

Was sind Strafzölle?

Auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der EU gibt es höhere Zölle.
Auf Stahl- und Aluminium aus der EU gibt es in den USA Strafzölle.
Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

US-Präsident Donald Trump hatte vor einigen Wochen entschieden, dass die USA in Zukunft Strafzölle auf Aluminium und Stahl verhängen. Was das bedeutet, lässt sich an einem Beispiel erklären: Kauft etwa eine US-amerikanische Firma im Ausland - zum Beispiel in Deutschland oder China - Stahl oder Aluminium, dann müsste die Firma in Zukunft Strafzölle, also Extra-Gebühren an die USA zahlen. Diese Strafzölle sind so etwas wie eine Strafgebühr dafür, dass die Firma Stahl und Aluminium im Ausland gekauft hat und nicht im eigenen Land. Die Europäische Union hatte daraufhin ebenfalls Strafzölle erhoben - zum Beispiel auf Motorräder und Erdnussbutter aus den USA.

Was Trump damit erreichen wollte

Trump kündigt Strafzölle an
Trumps Strafzölle sind sehr umstritten.
Quelle: ap

Trumps Ziel: US-amerikanische Firmen sollen in Zukunft mehr Stahl und Aluminium im eigenen Land kaufen und nicht mehr im Ausland. Er glaubt, dass so Stahl- und Aluminiumhersteller in den USA gestärkt werden, und dass dadurch auch mehr Arbeitsplätze in den USA entstehen. Die komplette Wirtschaft in den USA könnte durch diese Strafzölle wachsen, meint US-Präsident Trump. Einige Experten sehen das jedoch anders. Sie sind der Meinung, Trump schade der Wirtschaft in den USA durch die Strafzölle eher. Denn: Dadurch würde vieles teurer werden und die US-amerikanischen Firmen würden vielleicht nicht mehr so viel verkaufen und am Ende doch weniger Geld verdienen.

Handelskrieg abgewendet?

Insgesamt sind sich viele Experten einig, dass Strafzölle nicht gut für die Wirtschaft auf der gesamten Welt sind. Einige hatten sogar befürchtet, dass die USA und andere Länder immer mehr Strafzölle ankündigen, um sich gegenseitig zu schaden, und der Streit immer schlimmer werden könnte. Auch wenn man das dann als Handelskrieg bezeichnet, mit Waffen wird in einem solchen Streit nicht gekämpft. So ein Handelskrieg scheint mit der Vereinbarung zwischen den USA und der EU erst einmal abgewendet. Politiker und Vertreter der Wirtschaft aus aller Welt begrüßen den neuen Plan der USA und der EU und hoffen, dass zwischen den USA und Europa bald wieder ein normaler Handel stattfindet.

Video

ZDFtivi | logo! - logo! erklärt

Der Streit um die Strafzölle und wie er sich entwickeln könnte.

Videolänge:
1 min
Datum:
Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!