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Wenn Politiker streiten statt diskutieren

In den USA haben sich Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden zu einem Duell im Fernsehen getroffen. Und dabei ging es ganz schön ruppig zu.

Präsident Donald Trump und Konkurrent Joe Biden beim ersten TV-Duell am 30.09.2020 in Cleveland (Ohio, USA))
Präsident Donald Trump (l.) und Joe Biden in Cleveland (Ohio, USA)
Quelle: Reuters

"Halt die Klappe, Mann!" - wenn ihr so mit euren Mitschülern redet, kriegt ihr wahrscheinlich Ärger. Das ist nämlich ganz schön unhöflich. Und wenn wichtige Politiker so miteinander reden, ist es das auch.

So geschehen in der vergangenen Nacht in den USA: Dort haben sich US-Präsident Donald Trump (von der Partei der Republianer) und sein Herausforderer Joe Biden (von den Demokraten) zu einer Diskussion im Fernsehen getroffen. Anfang November wird in den USA nämlich der Präsident gewählt. Im so genannten TV-Duell sollten die beiden Kandidaten zeigen, was sie so drauf haben.

Regeln nicht beachtet

Gezeigt haben die beiden gerade am Anfang vor allem, dass sie sich nicht gut benehmen können. In so einem Duell gibt es eigentlich feste Regeln, wer wann wie reden darf und wie lange. Hat die beiden aber nicht wirklich interessiert. Immer wieder fielen sie einander ins Wort, gerade Donald Trump behauptete oft falsche Sachen und beschimpfte Joe Biden: "Nichts an dir ist schlau, Joe." Der wiederum meinte "Halt die Klappe", als er immer wieder unterbrochen wurde und nannte Trump "den schlechtesten Präsidenten aller Zeiten".

Joe Biden will US-Präsident werden.
Joe Biden will US-Präsident werden.
Quelle: Morry Gash/AP Pool/dpa

Gestritten haben die beiden über die Themen, die in den USA gerade wichtig sind: darüber, wie Trump mit der Corona-Krise umgegangen ist, über den Umgang mit der Schwarzen Bevölkerung, den freien Platz im Supreme Court und den Klimawandel.

Donald Trump gestikuliert während der ersten TV-Debatte.
Donald Trump gestikuliert während der ersten TV-Debatte.
Quelle: Patrick Semansky/AP/dpa

Das sagen die Zuschauer

In den USA ist so eine Debatte so wichtig, dass hinterher auch ganz viele Experten und Expertinnen darüber sprechen und sie bewerten. Diesmal sind viele der Meinung: das war die schlimmste und chaotischste Debatte überhaupt. Und den Zuschauern ging es ähnlich. In einer Umfrage hinterher sagten mehr als zwei Drittel der Leute, die Debatte habe sie "vor allem geärgert".

In gut zwei Wochen soll es übrigens noch ein weiteres TV-Duell mit den beiden geben. Mal sehen, ob sie sich dann besser benehmen.

Den Text hat Katrin R. geschrieben.

Und hier gibt es weitere Infos zur Wahl in den USA:

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