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Auf der Suche nach Sicherheit

Gerade flüchten wieder viele Menschen über das Mittelmeer auf die italienische Insel Lampedusa. Hier erfahrt ihr, warum sie dafür ihr Leben in Gefahr bringen.

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Wer aus dem Ausland kommt und eine Arbeitsstelle in einem Land der Europäischen Union (EU) gefunden hat, der kann die Erlaubnis bekommen in diesem EU-Land zu leben. Doch was ist mit den Menschen auf dem Foto unten, die in alten Schiffen, kleinen Holzbooten oder Schlauchbooten dicht gedrängt sitzen? Sie kommen unter anderem aus Ländern in Afrika, zum Beispiel Tunesien oder Libyen und hoffen in Europa auf ein besseres Leben. Einen Arbeitsvertrag in der EU haben die meisten sicher nicht. Und daher auch keine Erlaubnis in die EU einzureisen. Deshalb wagen sie eine gefährliche Reise über das Mittelmeer. Immer wieder kommt es vor, dass die alten Boote untergehen und Menschen dabei sterben.

Flüchtlingsboot vor Lampedusa
Hunderte Menschen in einem alten Boot vor der Insel Lampedusa
Quelle: epa

Warum die Menschen flüchten

Viele von uns können sich wahrscheinlich nur schwer vorstellen, wie es sich anfühlen muss, so eine gefährliche Überfahrt auf sich zu nehmen. Den Menschen, die unerlaubterweise nach Europa flüchten, geht es in ihren eigenen Heimatländern aber meistens so schlecht, dass sie keine andere Möglichkeit mehr sehen.

Für eine Flucht gibt es ganz unterschiedliche Gründe:

Was mit den Geflüchteten passiert

Viele Geflüchtete kommen in den vergangenen Tagen auf der kleinen italienischen Insel Lampedusa an. Dort sind sie fürs Erste in Sicherheit. Ärzte versorgen sie, sie bekommen Essen und Trinken und einen Schlafplatz. Ob sie in der EU bleiben dürfen, ist unklar.

Denn die meisten haben dafür keine Erlaubnis. Sie müssen erst einen sogenannten Asylantrag stellen, also um Schutz bitten. Menschen können zum Beispiel Asyl bekommen, wenn sie in ihren Heimatländern bedroht, verfolgt oder unterdrückt werden.

Kein Asyl bekommen Menschen, die in ihren Heimatländern zum Beispiel keine Arbeit oder nicht genug zu essen haben und deshalb fliehen. Sie werden wieder zurück in ihre Heimatländer geschickt.

Auch in den nächsten Tagen werden wahrscheinlich wieder viele Menschen auf der Insel ankommen. Denn das Wetter ist momentan gut und das Meer ziemlich ruhig. Da trauen sich viele Menschen in die Boote.

Wie die EU helfen könnte

Allerdings ist das Aufnahmezentrum auf der italienischen Insel Lampedusa total überfüllt. Italienische Politiker wollen deshalb unbedingt mit Politikern der anderen EU-Länder sprechen und klären, welche Länder die Geflüchteten aufnehmen können.

Seit einigen Jahren gibt es viele Diskussionen darüber, wie die EU mit den Geflüchteten umgehen soll, die in Booten über das Mittelmeer kommen. Dabei geht es vor allem auch um die Frage, wie die Geflüchteten innerhalb der EU verteilt werden. In den vergangenen Jahren sind Hunderttausende Flüchtlinge an den italienischen Küsten angekommen. Das Land fordert immer wieder Hilfe durch die anderen EU-Länder. Bisher fühlt sich Italien mit der Situation allein gelassen. Warum das so ist, erfahrt ihr unten im Video.

Diesen Text hat Katrin geschrieben.

logo! - Verteilung von Flüchtlingen in der EU 

Warum es darüber Streit gibt.

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