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"Rettet die Bienen!"

In Bayern haben Naturschützerinnen und Naturschützer mehr 1,7 Millionen Unterschriften gesammelt, damit Politkerinnen und Politker sich mehr für den Artenschutz einsetzen.

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Wenn ihr im Sommer über eine Blumenwiese lauft, dann summt und brummt es dort wie verrückt. Es gibt Schmetterlinge, Bienen und manchmal sieht man auch einen kleinen Marienkäfer. Viele Tierarten fühlen sich auf Blumenwiesen richtig wohl. Und sie sind auch wichtig für die Natur.

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Darum sind Insekten wichtig
 

Bienen und viele andere Insekten sind gefährdet. Weltweit ist fast die Hälfte aller Insekten vom Aussterben bedroht. Aber warum ist das für die Natur und auch für uns Menschen eigentlich ein so großes Problem?

Videolänge:
1 min

Doch es gibt immer weniger Insekten auf der Welt. Um das Insektensterben aufzuhalten, haben sich einige Naturschützerinnen und Naturschützer in Bayern etwas überlegt. Sie haben einen Text geschrieben, wie Insekten besser geschützt werden können: Zum Beispiel soll es mehr Blumenwiesen geben, auf denen die Insekten ausreichend Nahrung finden. Außerdem soll weniger Dünger und giftige Pflanzenschutzmittel in Flüsse und Bäche gelangen. Denn auch darunter leiden alle Insekten, wenn sie von dem Wasser trinken.

Neues Gesetz zum Schutz von Arten?

Die Naturschützer und Naturschützerinnen wollen, dass dieser Text ein Gesetz wird, an das sich alle in Bayern halten müssen. Gesetze kann aber nur die bayerische Landesregierung machen. Um die Politikerinnen und Politiker in der Regierung dazu zu bringen, haben die Naturschützerinnen und Naturschützer viele Unterschriften gesammelt. In den vergangenen zwei Wochen fand dann ein sogenanntes Volksbegehren statt. Mehr als 1,7 Millionen Bayern haben das unterschrieben. Das zeigt: Viele Menschen in Bayern wollen, dass der Text zum Gesetz wird. Das darf die bayerische Regierung dann nicht einfach ignorieren und sie muss sich bald damit beschäftigen.

Rettet die Bienen
Für das Volksbegehren "Rettet die Bienen, Vögel und Schmetterlinge – stoppt das Artensterben" haben sich manche sogar als Bienen verkleidet.
Quelle: dpa

Kritikerinnen und Kritiker sind dagegen

Es gibt allerdings auch viele Menschen in Bayern, die nicht wollen, dass es dieses neue Artenschutzgesetz gibt. Sie befürchten, dass es dann zu viele Regeln gibt. Einige Landwirte finden, dass sie schon viel für den Schutz von Tieren machen. Für sie könnte es mit einem strengeren Gesetz aufwändiger oder teurer werden, ihre Felder zu bewirtschaften oder Vieh zu halten.

Wie geht es jetzt weiter?

Nach dem Volksbegehren gibt es jetzt drei Möglichkeiten, wie es weitergeht:

  1. Es kann sein, dass die Mehrheit der Politikerinnen und Politiker in der bayerischen Regierung die Ideen im Text der Naturschützerinnen und Naturschützer gut findet. Sie können ihn dann zum Gesetz machen und alle Menschen in Bayern müssten sich daran halten. Das ist allerdings unwahrscheinlich.
  2. Es kann sein, dass der bayerische Landtag den Text ablehnt. Dann würde es einen sogenannten Volksentscheid geben. Das bedeutet, dass alle Wahlberechtigten in Bayern über den Gesetzentwurf abstimmen können. Die Regierung kann auch einen eigenen Gesetzestext verfassen. Dann könnten die Wahlberechtigten bei dem Volksentscheid zwischen beiden Gesetzentwürfen wählen.
  3. Es kann auch passieren, dass die Politikerinnen und Politiker sagen, dass diese Unterschriftensammlung, also das Volksbegehren, für sie nicht gültig ist. Wenn sie das sagen, dann muss ein wichtiges Gericht entscheiden, was passiert.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat gesagt, dass er mit Naturschützern, Kritikern, Politikern und Experten sprechen will. Er will so versuchen, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Tipps: Das könnt ihr gegen das Insektensterben tun

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