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Vulkan auf La Palma spuckt weiter und weiter

Schon seit mehr als zwei Monaten spuckt ein Vulkan auf der spanischen Insel La Palma Lava und Asche. Und bisher ist noch kein Ende in Sicht.

Datum:

Am 19. September ist der Vulkan "Cumbre Vieja" auf der Kanareninsel La Palma ausgebrochen. Und er spuckt seitdem weiter und weiter und die glutrote Lava fließt den Berg hinunter. Außerdem bebt die Erde immer wieder. Und das alles schon seit mehr als zwei Monaten!

Und nun legt der feuerspuckende Berg noch einen drauf: Eine neue Stelle wurde entdeckt, aus der Lava rauskommt. Zwar fließt auch der neue Lavastrom nur sehr langsam den Berg hinunter, doch er fließt in eine neue Richtung. So zerstört die Lava Stellen, die vorher verschont geblieben sind.

Vulkan auf La Palma
Hier seht ihr die glühenden Lavaströme bei Nacht.
Quelle: reuters

Was die Lava angerichtet hat

Die Lavaströme haben auf der Insel schon einiges angerichtet. Wenn die heiße Erdmasse kalt wird, wird sie hart wie Stein und ist kaum weg zu bekommen. So hat sie schon ganze Landstücke unter sich begraben: Häuser, Schulen und einige Bananenplantagen. Insgesamt wurden in La Palma mehr als 2.700 Gebäude zerstört und mehr als 1.000 Hektar Land von einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Das ist eine Fläche größer als 1.500 Fußballfelder!

Blick auf ein mit Vulkanasche bedecktes Haus. Archivbild
Ein unter Asche begrabenes Haus.
Quelle: Emilio Morenatti/AP/dpa

Ein Mann wurde tot in seinem Haus gefunden. Anscheinend ist er ums Leben gekommen, als das Dach seines Hauses unter der Last der Asche eingebrochen ist. Etwa 7.000 Menschen haben ihre Häuser verloren oder mussten sie zur Sicherheit verlassen. Ihnen wird geholfen: Für sie gibt es Sammelstellen, an denen Lebensmittel oder auch Klamotten verteilt werden. Die Regierung Spaniens hat beschlossen, den Menschen auch mit Geld beim Wiederaufbau zu helfen.

Löscharbeiten auf einem Dach wegen des Vulkanausbruchs auf La Palma
Löscharbeiten auf einem Dach in La Palma.
Quelle: dpa

Warum La Palma nun wächst

An der Westküste der Insel fließt die Lava in den Atlantik. Das um die 1.300 Grad heiße flüssige Gestein wird hart, sobald es auf das kalte Wasser trifft. Dadurch wächst die Insel nun sogar ein bisschen, es bildet sich neues Land. Mittlerweile sind es schon über 40 Hektar. Das ist so viel wie fast fünf Mal die Fläche des Leipziger Hauptbahnhofs.

Tatsächlich sind die Kanarischen Inseln, zu denen auch La Palma gehört, überhaupt erst durch Vulkane entstanden.

Das gab es seit 340 Jahren nicht mehr

Deshalb sind die kanarischen Inseln auch als Vulkaninseln bekannt. Doch dass tatsächlich einer der Vulkane dort ausbricht, ist selten. Der Vulkan auf La Palma ist das letzte Mal vor 50 Jahren ausgebrochen. Und dass er schon so lange Lava spuckt, ist noch ungewöhnlicher - das gab es auf der Insel schon seit mehr als 340 Jahren nicht mehr!

Der Vulkanausbruch jetzt war übrigens keine Überraschung: An den Tagen davor gab es nämlich mehrere kleine Erdbeben auf der Insel. Die waren ein Vorzeichen für den Ausbruch.

Experten vermuten, dass der Vulkan noch weiter Feuer und Asche spuckt und sich so auch die Lava noch weiter ausbreitet. Sie haben Hinweise darauf, dass der Vulkan nicht so bald verlöschen wird.

Diesen Text haben Fränzi, Meike und Katrin für euch geschrieben.

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