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Diskussion um Waffengesetze in den USA

In der vergangenen Woche hat ein 19-Jähriger in den USA 17 Menschen erschossen. Jetzt irritiert Trump mit einem unerwarteten Vorschlag.

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Nach dem Amoklauf in der vergangenen Woche in einer Schule in Florida sind viele Schüler in den USA nicht nur traurig - sie sind auch wütend. Nämlich darüber, dass man in den USA viel zu leicht an eine Waffe kommt. Mit strengeren Waffengesetzen würde es ihrer Meinung nach gar nicht zu solchen Amokläufen kommen. Deshalb gehen viele Schüler in den USA auf die Straße und protestieren lautstark für schärfere Waffengesetze.

Schüler protestieren für schärfere Waffengesetze vor dem Weißen Haus
Schüler protestieren für schärfere Waffengesetze vor dem Weißen Haus. Quelle: ap

Trump schlägt Waffen für Lehrer vor

Präsident Donald Trump hat am Mittwoch einige Überlebende des Amoklaufs, aber auch Angehörige der 17 Menschen eingeladen, die bei dem Amoklauf getötet wurden. Unter Tränen schilderten einige dem Präsidenten ihre Gedanken. Einer sagte zum Beispiel, dass es in Australien auch mal einen Amoklauf an einer Schule gab. Danach habe man dort die Waffengesetze verschärft und es habe dort gar keine Amokläufe an Schulen mehr gegeben. Doch auf die Forderung nach strengeren Waffengesetzen ging Trump nicht ein. Stattdessen überlegte er, ob man nicht einige Lehrer bewaffnen sollte, damit sie solche Attacken schnell beenden könnten. Außerdem könne das helfen, Amokläufer abzuschrecken.

US-Präsident Trump erwägt die Bewaffnung von Lehrern, aufgenommen am 21.02.2018
Donald Trump trifft Überlebende des Amoklaufs von Parkland im Weißen Haus. Quelle: reuters

Einige finden diesen Vorschlag gut. Andere finden ihn sehr merkwürdig und falsch. Sie haben eher das Gefühl, dass Trump die Waffengesetze nur nicht verschärfen will, weil die Waffenhersteller in den USA sehr viel Macht haben und weiterhin möglichst viele Waffen verkaufen wollen. Außerdem hat die Waffenindustrie Donald Trump im Wahlkampf offensichtlich unterstützt und so wohl mitgeholfen, dass er US-Präsident wurde. Bisher hat Trump nur zugesagt, dass Waffenkäufer strenger kontrolliert werden sollen. Den vielen Schülern wird das aber nicht reichen. Nächsten Monat wollen Tausende in der Hauptstadt Washington für ein strengeres Waffengesetz demonstrieren.

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