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Wer wird Brasiliens neuer Präsident?

Am Sonntag wurde in dem südamerikanischen Land Brasilien gewählt. Der neue Präsident wird dort vor einer großen Aufgabe stehen, denn viele Menschen in dem Land sind unzufrieden.

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Etwa 147 Millionen Menschen konnten am Sonntag darüber abstimmen, welche Politikerinnen und Politiker in Zukunft über das Land Brasilien bestimmen können. Am Sonntag konnte auch ein neuer Präsident gewählt werden. Vor allem zwei der 13 Kandidaten hatten dafür gute Chancen: Fernando Haddad und Jair Bolsonaro. Und so kam es dann auch: Fernando Haddad landete auf Platz Zwei. Den ersten Platz machte Jair Bolsonaro. Er hatte die meisten Stimmen erhalten. Zum Sieg gereicht hat es allerdings noch nicht. In drei Wochen findet deshalb nochmal eine Wahl statt. Dann treten Haddad und Bolsonaro gegeneinander an.

Jair Bolsonaro

Jair Bolsonaro zeigt den Daumen nach oben.
Jair Bolsonaro Quelle: ap

Bolsonaro ist 63 Jahre alt. Es gibt viele Brasilianerinnen und Brasilianer, die Bolsonaro nicht als ihren neuen Präsidenten haben wollen. Er gilt zum Beispiel als frauenfeindlich, also als unfair und beleidigend gegenüber Frauen. Außerdem sagen viele, er sei rassistisch und rechtspopulistisch. Er will zum Beispiel nichts unternehmen, um die indigenen Völker Brasiliens zu schützen. Außerdem hat er wohl vor, große Teile des Regenwalds in Brasilien abzuholzen, um die Flächen für die Landwirschaft zu nutzen.

Bolsonaro will sich aber auch für die Sicherheit in Brasilien einsetzen. Gewalt ist vor allem in brasilianischen Städten ein großes Problem. Viele Menschen haben Angst, angegriffen zu werden, wenn sie nach draußen gehen. Bolsonaro wurde selbst bei einem Angriff vor einigne Wochen schwer verletzt. Er will, dass sich jeder in Brasilien eine Waffe kaufen kann, um sich gegen Angriffe zu verteidigen. Viele Wähler finden das gut. Bolsonaro hat deshalb viele Anhänger.

Proteste in Brasilien; 29.09.2018
Menschen protestieren in Brasilien gegen Bolsonaro.

Trotzdem gehen in Brasilien seit Wochen Zehntausende Menschen auf die Straßen. Sie protestieren gegen Jair Bolsonaro und wollen zeigen, dass sie ihn nicht als neuen Präsidenten wollen. Sie schreiben Schilder und rufen "Ele não!", das bedeutet "Er nicht!".

Fernando Haddad

Fernando Haddad zeigt den Daumen nach oben
Fernando Haddad Quelle: reuters

Viele sagen, dass nur er verhindern könnte, dass Bolsonaro Präsident wird: der 55-jährige Fernando Haddad. Er ist der Kandidat der brasilianischen Arbeiterpartei. Wenn er Präsident wird, will er die Armut in Brasilien bekämpfen und sich für Bildung einsezten. Allerdings ist Haddads Partei in den vergangen Jahren bei vielen Brasilianerinnen und Brasilianern nicht sehr beliebt gewesen. Die Partei hat nicht immer das gemacht, was für die Brasilianer am besten war. Einige Politiker der Partei haben vor allem darauf geachtet, dass es ihnen selbst gut geht.

Probleme in Brasilien

Wer zum neuen Präsidenten in Brasilien gewählt wird, steht vor einer großen Aufgabe. Viele Menschen in Brasilien sind unzufrieden und einigen geht es sehr schlecht. logo! erklärt euch im Video, welche Probleme es in dem Land gibt.

ZDFtivi | logo! - Welche Probleme hat Brasilien?

Viele dort sind unzufrieden.

Videolänge:
1 min
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