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Landtagswahl in Niedersachsen

Am Sonntag konnten etwa sechs Millionen Menschen in Niedersachsen Parteien und Politiker für den neuen Landtag wählen. Die SPD hat die meisten Stimmen bekommen, Stephan Weil bleibt wohl Ministerpräsident. Allerdings muss er sich neue Regierungspartner suchen.

Datum:

Die Bundestagswahl 2017 ist in Deutschland zwar gerade erst vorbei, die Menschen in Niedersachsen durften aber schon wieder wählen. Und zwar ihren Landtag. So wie der Bundestag für ganz Deutschland zuständig ist, macht der Landtag die Politik für ein einzelnes Bundesland. In Deutschland gibt es insgesamt 16 Bundesländer, Niedersachsen ist eines davon.

Drei Monate früher als geplant

Am 15. Oktober waren etwa sechs Millionen Menschen in Niedersachsen dazu aufgerufen, wählen zu gehen. Sie konnten für die Politiker und Parteien stimmen, von denen sie gerne möchten, dass sie Niedersachsen in den nächsten fünf Jahren regieren. Seit der letzten Landtagswahl im Jahr 2013 regiert die Partei SPD zusammen mit der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Eigentlich hätte das auch noch bis Januar so bleiben sollen. Doch der Landtag wurde aufgelöst und die Wahl vorgezogen. Wie es dazu kam, erfahrt ihr rechts im Video.

Wie ist die Wahl ausgegangen?

Die SPD geht als stärkste Partei aus den Wahlen in Niedersachsen hervor. Laut dem vorläufigen Endergebnis hat sie 36,9 Prozent der Stimmen bekommen. Die CDU liegt mit 33,6 Prozent der Stimmen auf dem zweiten Platz. Auf Platz Drei landet die Partei Bündnis 90/Die Grünen. Sie hat 8,7 Prozent aller Wählerstimmen bekommen. Die FDP liegt bei 7,5 Prozent. Die AfD erreicht 6,2 Prozent und zieht damit zum ersten Mal in den Landtag in Niedersachsen ein. Die Partei Die Linke hat dagegen weniger als 5 Prozent der Stimmen erhalten, nämlich nur 4,6 Prozent. Das reicht nicht, um in den Landtag einzuziehen.

Der SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil freut sich über das Ergebnis der Landtagswahl in Niedersachsen.
Der SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil freut sich über das Ergebnis der Landtagswahl in Niedersachsen. Quelle: epa

Wie geht es weiter?

Stephan Weil von der SPD ist der aktuelle Ministerpräsident von Niedersachsen. Nach der Wahl sieht es so aus, als würde er das auch weiterhin bleiben. Die SPD kann allerdings nicht alleine regieren. Auch für die Fortsetzung der Koalition mit Bündnis 90/Die Grünen reicht es nicht. Um im Landtag die Mehrheit zu haben, müsste noch eine weitere Partei hinzukommen oder die SPD müsste sich mit der CDU zusammentun. Dazu wird die SPD in der nächsten Zeit viele Gespräche mit verschiedenen Parteien führen. Diese Gespräche werden auch Sondierungsgespräche genannt. Worum es dabei geht, erklärt euch logo! unten im Video.

ZDFtivi | logo! - Nach der Wahl

Sondierungsgespräche helfen bei der Suche nach einem Regierungspartner.

Videolänge:
1 min
Datum:

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