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Waldorfschule

Wer eine Waldorfschule besucht, kann dort zwar die gleichen Abschlüsse machen wie an anderen Schulen auch - dennoch läuft an Waldorfschulen einiges anders.

Datum:

Waldorfschule - vielleicht habt ihr schon mal davon gehört, habt Freunde, die eine solche Schule besuchen, oder seid selbst Waldorfschüler.

Neubau der Waldorfschule Saarbrücken-Altenkessel
Keine geraden Linien: Darauf wird beim Bau von Waldorfschulen oft geachtet.
Quelle: imago

Wie funktioniert die Waldorfschule?

Das Zeugnnis einer Waldorfschule
Statt Noten stehen im Zeugnis meist schriftliche Beurteilungen.
Quelle: imago

Die Waldorfschule beginnt mit der ersten Klasse und endet mit der zwölften Klasse. Wer Abitur macht, bleibt noch ein weiteres Jahr und legt dann die Abiturprüfungen ab.

Durch die Abschlussprüfungen kann man natürlich durchfallen - Sitzenbleiben gibt es in der Waldorfschule dagegen nicht. Jeder kommt in die nächste Klasse, auch wenn er in manchen Fächern Probleme hat. Die meisten Schüler und Schülerinnen einer Klasse bleiben also von der Einschulung bis zum Abschluss zusammen.

Chor einer Waldorfschule
Musik spielt in vielen Waldorfschulen eine große Rolle.
Quelle: imago

Neben den üblichen Fächern wie Deutsch und Mathematik wird in Waldorfschulen besonders viel Wert auf handwerklichen Unterricht und Musik gelegt. An vielen Schulen gibt es Orchester und Chöre, in denen die Schüler gemeinsam musizieren und Konzerte geben.

Auch das Fach "Eurythmie" gehört an Waldorfschulen dazu. Töne und Laute werden dabei mit fließenden Bewegungen dargestellt.

Für und Wider

Waldorfschüler
Auch "Formenzeichnen" gehört für die jüngeren Schüler zum Unterricht.
Quelle: imago

In Deutschland gibt es mehr als 200 Waldorfschulen. Viele Eltern schicken ihre Kinder dorthin, weil sie es gut finden, dass es in dieser Schule nicht nur um Noten geht.

Doch es gibt auch viel Kritik an Waldorfschulen. Viele Leute meinen, dass es für Waldorfschüler schwerer ist, einen guten Schulabschluss zu machen und sie oft nicht so gut auf Studium und Beruf vorbereitet sind wie andere Schüler.

Viele stört auch, dass sich viele Waldorfschulen noch immer stark nach Rudolf Steiner richten. Rudolf Steiner hatte vor 100 Jahren die erste Waldorfschule gegründet. Er war der Meinung, dass nicht nur wissenschaftliche Fakten zählten, sondern auch übersinnliche Kräfte, die sich nicht messen lassen. Solche Kräfte vermutete er überall in der Natur.

Steiners Ansicht nennt man auch "Anthroposophie", was die "Weisheit der Menschen" bedeutet.

Umstrittene Ansichten

Rudolf Steiners Ansichten waren und sind bis heute ziemlich umstritten. Manche sagen, Steiners Ideen seien Unsinn. Denn wissenschaftliche Beweise gibt es für Steiners Theorien nicht. Andererseits gibt es auf der ganzen Welt bis heute Anhänger Rudolf Steiners.

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