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Pausieren, um zu protestieren

In vielen deutschen Städten stehen Busse und Bahnen heute still: Im öffentlichen Nahverkehr ist Warnstreik angesagt. Wir erklären euch, warum.

Datum:

Mann, wie ärgerlich: Ihr müsst pünktlich in den Unterricht kommen, doch der Schulbus fährt einfach nicht. Und eure Eltern stecken im gleichen Dilemma: Sie müssen auf die Arbeit und die U-Bahn steht still.

Vielleicht ist euch genau das heute passiert - denn am heutigen Dienstag gibt es in vielen Orten Deutschlands sogenannte Warnstreiks. Besonders in den deutschen Großstädten kommen deshalb viele Busse, U-Bahnen oder Straßenbahnen zu spät oder fallen komplett aus - ganz zum Ärger vieler Leute.

Stillstand für Bus und Bahn
Ein Papp-Bus aus Protest - denn viele echte Busse stehen heute still. In vielen Städten Deutschlands gibt es Warnstreiks.
Quelle: dpa

Was hat es mit dem heutigen Warnstreik auf sich?

Ärgern müssen sich aber nicht nur die Menschen, die heute zu spät zur Arbeit kommen, sondern auch diejenigen, die im öffentlichen Nahverkehr arbeiten: Das sind zum Beispiel Busfahrerinnen oder Lokführer.

Mit ihrem Streik wollen sie protestieren: Sie sind nämlich schon seit langem unzufrieden damit, was sie verdienen, und fordern deshalb mehr Bezahlung. Außerdem wollen sie, dass für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Deutschland gleiche Arbeitsbedingungen gelten.

Was ist eigentlich ein Streik?

Streik klingt so ähnlich wie Streit - und irgendwie ist es das auch. Denn dabei weigern sich verschiedene Menschen oder Berufsgruppen, ihre Arbeit zu machen, um gegen etwas zu protestieren oder etwas zu fordern. Oft geht es um bessere Bezahlung - wie gerade jetzt auch.

Nach solchen Streiks gibt es deshalb oft Gespräche, in denen die Löhne verhandelt werden: Die nennt man auch Tarifverhandlungen. Wenn diese Tarifverhandlungen aber zu keinem Ergebnis führen, mit dem beide Seiten zufrieden sind, wird wieder gestreikt.

Wie solche Tarifverhandlungen genau ablaufen, könnt ihr euch hier im Video anschauen:

ZDFtivi | logo! -
Tarifverhandlungen
 

logo! erklärt, was in den Tarifverhandlungen besprochen wird.

Videolänge:
1 min

Kann jeder streiken, wann er will?

Organisiert werden Streiks von einer Gewerkschaft: So nennt man diejenigen, die sich darum kümmern, dass die Angestellten auf ihrer Arbeit zufrieden sind. Wenn sie es nicht sind, verteidigt die Gewerkschaft ihre Rechte und vermittelt, um eine Lösung zu finden - quasi wie eine Art Klassensprecher.

Und die Gewerkschaft hilft den Angestellten auch bei den Forderungen nach mehr Geld und beim Planen von Streiks. Wenn zum Beispiel immer wieder einzelne Personen streiken würden, wäre das sehr chaotisch: Dann würde am Montag der Busfahrer streiken, am Dienstag die Zugführerin und so weiter ... Deshalb organisiert die Gewerkschaft einen großen Warnstreik für alle.

Protest von ver.di
Sie ist eine Art Klassensprecherin für Angestellte: Die Gewerkschaft verdi hat den Warnstreik organisiert.
Quelle: dpa

Es gibt verschiedene Gewerkschaften für verschiedene Berufe. Sehr bekannt ist die Gewerkschaft verdi, die auch den heutigen Warnstreik organisiert hat: verdi ist die Abkürzung für den komplizierten Begriff "Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft" und vertritt mehrere Bereiche: zum Beispiel die Müllabfuhr, Angestellte in Krankenhäusern oder in Kindertagesstätten - und natürlich die Busfahrerinnen, Lokführer und Schaffnerinnen.

Mehr zu dem Thema rund ums Streiken erfahrt ihr hier:

Diesen Text hat Debbie geschrieben.

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