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Was bedeuten die vielen Corona-Zahlen?

Viele Menschen beschäftigen sich gerade mit ganz unterschiedlichen Zahlen zum Thema Corona.

Datum:

50, 4.000, 100.000: Immer wieder hören wir in den Nachrichten von neuen Zahlen. Sie sind wichtig, um mehr über die Coronakrise zu erfahren. Wir erklären, was die Zahlen bedeuten und wo sie herkommen.

Passanten, welche teilweise einen Mund-Nasen-Schutz tragen, laufen durch die Fußgängerzone an der Spitalerstraße, Hamburg am 09.10.2020
Menschen mit Mund-Nasen-Schutz in der Fußgängerzone
Quelle: dpa

Wer zählt und wie läuft das ab?

Stellen Ärzte und Ärztinnen fest, dass sich Patienten sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, müssen sie das dem Gesundheitsamt in ihrer Region mitteilen. Von solchen Ämtern gibt es mehrere hundert. Sie sammeln die Zahlen für ihre Region und geben sie weiter an das Robert-Koch-Institut. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dort fassen die Zahlen zusammen. Das Ergebnis veröffentlichen sie täglich im Internet.

Auf welche Zahlen wird besonders geachtet?

Wie viele Leute haben sich an einem Tag neu angesteckt? Das ist eine Zahl, auf die viele Menschen schauen. Ende März gab es über 6.000 Neuansteckungen. Dann ging die Zahl stark zurück. Jetzt ist sie wieder auf über 4.000 gestiegen.

Was bedeutet Inzidenz?

Auch die Frage nach der Inzidenz interessiert viele. Bei der Inzidenz rechnet man aus, wie viele von 100.000 Menschen sich in den vergangenen sieben Tagen neu angesteckt haben. Waren es an einem Ort mehr als 50, werden meist strengere Regeln erlassen. Die Bewohner dürfen etwa nicht mehr überall in Deutschland hinreisen.

Was nützen die vielen Zahlen?

Lothar Wieler spricht auf einer Pressekonferenz. Archivbild
Der Chef des Robert Koch-Instituts. Lothar Wieler.
Quelle: Tobias Schwarz/AFP/Pool/dpa

Wer etwas über die Inzidenz weiß, kann gezielt entscheiden, wo strengere Regeln nötig sind. So will man verhindern, dass sich das Virus schnell weiterverbreitet. Doch oft ergibt es wenig Sinn, nur auf eine Zahl zu achten. Darauf machte am Donnerstag noch mal der Chef des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler aufmerksam. Schaut man nur auf die Zahl der Neuansteckungen, kann das bedrohlich wirken. Allerdings verlaufen viele dieser Ansteckungen sehr mild. Viele Leute werden also nicht schwer krank. Es müssen gerade weniger Patienten im Krankenhaus behandelt werden als im Frühjahr.

Die Zahlen sind deshalb eine von vielen Möglichkeiten, die das Robert Koch-Institut nutzt. Die Mitarbeiter schauen sich zusätzlich zum Beispiel Studien von Forschern an. Aus allen Informationen zusammen entwickelt das Institut dann Empfehlungen an die Regierung, wie die Gesundheit der Menschen am besten geschützt werden kann.

Dieser Text ist von der Kinder-dpa.

rki

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Was macht das Robert-Koch-Institut?
 

Das Institut ist für die Politik ein wichtiger Berater.

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