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Glyphosat erlaubt bis 2022

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird für fünf weitere Jahre in der Europäischen Union zugelassen.

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Über das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat gibt es schon viele Jahre Streit. Umweltschützer und einige Politiker würden es am liebsten sofort verbieten. Zum Beispiel Bauernverbände halten es aber für ein wirksames Mittel und wollen es möglichst lange weiterverwenden. Die Politiker in der Europäischen Union (EU) haben mehrfach darüber beraten, mehrmals wurde die Entscheidung verschoben. Nun steht fest: Zumindest in den nächsten fünf Jahren darf Glyphosat in der EU verwendet werden. Am Montag stimmten die meisten EU-Mitgliedsstaaten dafür, dass die Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels bis 2022 verlängert wird.

Diskussion über Glyphosat
Ein Feld wird mit Glyphosat besprüht.
Quelle: dpa

Wozu wird Glyphosat verwendet?

Glyphosat wird vor allem auf Ackerböden eingesetzt. Häufig benutzen Bauern es, um die Böden von Unkraut, also wildwachsenden Pflanzen, zu befreien. Wildwachsende Pflanzen werden mit dem Mittel also abgetötet. Das, was die Bauern auf den Feldern säen, hat dann mehr Platz zum Wachsen und die Ernten sind besser. Aber nicht nur Bauern benutzen Glyphosat. Es wird auch eingesetzt, um Wege, Autobahnränder, Spielplätze oder Bahnschienen von wildwachsenden Pflanzen freizuhalten.

Worüber wird gestritten?

Demonstration gegen Glyphosat
Es gibt auch Demonstrationen gegen Glyphosat.
Quelle: ZDF

Umweltschützer sagen, dass Glyphosat ein Grund dafür ist, dass es immer weniger wildwachsende Pflanzen gibt. Denn das Glyphosat bleibt nicht nur auf den Feldern: Wind und Regen bringen Teile davon auch auf Feldränder oder in Gewässer. So verschwinden immer mehr dieser Pflanzen aus der Natur. Insekten finden dadurch weniger Nahrung. Also werden auch sie weniger. Und weniger Insekten bedeuten weniger Nahrung für die Vögel.

Und noch etwas beunruhigt viele Menschen: Forscher haben herausgefunden, dass Reste des Unkrautvernichtungsmittels über die Nahrung aufgenommen werden. Einige Wissenschaftler befürchten, dass dadurch schwere Krankheiten ausgelöst werden könnten.

Einige Politiker und Umweltschützer fordern deshalb, dass Glyphosat so schnell wie möglich verboten wird. In manchen Bundesländern wird Glyphosat mittlerweile nicht mehr in Parks, auf Spielplätzen oder an Autobahnrändern eingesetzt. Auch einige Baumärkte haben Glyphosat aus ihren Regalen genommen.

ZDFtivi | logo! - Glyphosat

Das Unkrautvernichtungsmittel ist umstritten. logo! erklärt, wer welche Position hat.

Videolänge:
1 min
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