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Glyphosat

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist sehr umstritten.

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Über das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat gibt es schon viele Jahre Streit. Umweltschützer und einige Politiker fordern ein sofortiges Verbot. Bauernverbände halten es aber für ein wirksames Mittel und wollen es möglichst lange weiterverwenden. Die Politiker in der EU wollten diese Woche entscheiden, wie lange es Glyphosat noch geben soll. Aber die Entscheidung darüber wurde kurzfristig verschoben. 

Diskussion über Glyphosat
Ein Feld wird mit Glyphosat besprüht. Quelle: dpa

Glyphosat wird vor allem auf Ackerböden eingesetzt. Häufig benutzen Bauern es, um die Böden von Unkräutern, also wildwachsenden Pflanzen, zu befreien. Das machen sie, damit sich ihre Produkte den Boden nicht teilen müssen und sie eine bessere Ernte haben. Glyphosat tötet alle wildwachsenden Pflanzen ab. Und so haben die Bauern weniger Arbeit. Übrigens: Bio-Bauern verwenden solche Unkrautvernichter nicht. Sie arbeiten mit Pflügen und Hacken gegen wildwachsende Pflanzen.
Nicht nur Bauern benutzen Glyphosat. Es wird auch eingesetzt, um Wege, Autobahnrandstreifen oder Bahnschienen von wildwachsenden Pflanzen freizuhalten.

Worüber wird gestritten?

Demonstration gegen Glyphosat
Es gibt auch Demonstrationen gegen Glyphosat. Quelle: ZDF

Umweltschützer sagen, dass Glyphosat ein Grund dafür ist, dass es immer weniger wildwachsende Pflanzen gibt. Denn das Glyphosat bleibt nicht nur auf den Feldern: Wind und Regen bringen Teile davon auch auf Feldränder oder in Gewässer. So verschwinden immer mehr dieser Pflanzen aus der Natur. Insekten finden dadurch weniger Nahrung. Also werden auch sie weniger. Und weniger Insekten bedeuten weniger Nahrung für die Vögel.

Umweltschützer fordern deshalb, dass Glyphosat so schnell wie möglich verboten wird. In Deutschland haben schon einige Bundesländer reagiert. Sie setzen es zum Beispiel nicht mehr in Parks oder an Autobahnrändern ein. Auch einige Baumärkte haben Glyphosat aus ihren Regalen genommen. Außerdem haben einige Wissenschaftler nachgewiesen, dass kleine Mengen Glyphosat durch Lebensmittel in den menschlichen Körper gelangen. Ihrer Meinung nach könnte es schwere Krankheiten auslösen.

Glyphosat ist erstmal nur noch bis 15. Dezember 2017 erlaubt. Die EU muss deshalb bald eine Entscheidung treffen.

ZDFtivi | logo! - Glyphosat

Das Unkrautvernichtungsmittel ist umstritten. logo! erklärt, wer welche Position hat.

Videolänge:
1 min
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