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Was ist Herdenimmunität?

Expertinnen und Experten diskutieren ständig, wie wir uns vor dem Coronavirus schützen können. Dabei wird manchmal von Herdenimmunität gesprochen. Was ist das eigentlich?

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Gerade steigen die Coronazahlen in Deutschland wieder. Es stecken sich also momentan wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus an. Das könnte auch noch eine Weile so weitergehen. Denn solange es keinen Impfstoff gegen das Virus gibt, schützen wir uns weiter mit Abstand, Masken, Händewaschen und Lüften. Manchmal ist auch die Rede von Herdenimmunität - aber was ist das eigentlich? In diesem Video erklären wir es euch:

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Was ist Herdenimmunität?
 

Manche sind der Meinung es wäre gut, wenn sich in kurzer Zeit sehr viele Menschen mit dem Coronavirus anstecken würden. Sie sprechen dann von Herdenimmunität. logo! erklärt euch mal, was das ist.

Videolänge
1 min

Warum ist Herdenimmunität wichtig?

Durch Herdenimmunität werden die Schwächeren in der Bevölkerung geschützt: zum Beispiel ganz junge Babys oder Menschen, deren Immunsystem nicht gut funktioniert. Die Herdenimmunität kann verhindern, dass sich diese Menschen mit bestimmten Krankheiten anstecken.

Manche sagen: Durch Herdenimmunität könnte man auch gegen das Coronavirus ankommen. Sie meinen also, dass sich einfach nur viele Menschen anstecken müssen, sie dadurch immun werden und so auch alle anderen geschützt werden. So einfach ist das allerdings nicht.

Warum geht das beim Coronavirus nicht?

Damit in der Bevölkerung Herdenimmunität erreicht wird, muss immer eine bestimmte Anzahl an Menschen immun sein. Je ansteckender eine Krankheit ist, desto mehr Menschen sollten immun dagegen sein. Wie viele es aber genau sein müssen, ist je nach Krankheitserreger unterschiedlich.

Schwere Erkrankungen

Bei dem Coronavirus müssten zwei Drittel aller Menschen in Deutschland immun sein, damit alle anderen durch die Herdenimmunität geschützt werden. Umgerechnet sind das 50 Millionen Menschen - eine ganze Menge! Das sind zu viele, sagen Experten und Expertinnen. Sie finden, dass es zu gefährlich ist, wenn sich viele Menschen gleichzeitig mit dem Virus anstecken. Denn manche könnten sehr krank werden, müssten ins Krankenhaus oder könnten sogar daran sterben.

Fehlende Antikörper

Wer einmal das Coronavirus hatte, entwickelt Antikörper, also ein Schutzschild. Dieses Schutzschild kann einen davor schützen, die Krankheit noch einmal zu bekommen. Allerdings ist beim Coronavirus noch nicht sicher, wie lange dieses Schutzschild nach einer Erkrankung im Körper bleibt. Es kann also sein, dass man sich immer wieder mit dem Coronavirus ansteckt.

Solange es also keinen Impfstoff gibt, der gegen Corona immun macht, würde das mit der Herdenimmunität durch Ansteckung nicht funktionieren.

Diesen Text haben Judith und Luisa geschrieben.

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