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Landminen - die tödliche Gefahr im Boden

Tausende Menschen sterben jedes Jahr durch Landminen. Wie die Landminen entschärft werden können und was eine Ratte damit zu tun hat, lest ihr hier.

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Für viele Menschen in anderen Ländern ist es sehr gefährlich, in bestimmten Gebieten den Boden zu betreten. Und zwar wegen Landminen. Mehr als 7.000 Menschen sind im vergangenen Jahr von solchen Landminen schwer verletzt worden oder sogar gestorben. Das steht in einem neuen Bericht, dem Landminen-Monitor 2020.

Ein Soldat im Jemen untersucht Landminen.
Ein Soldat im Jemen untersucht Landminen.
Quelle: Str/EPA/dpa

Das sind Landminen

Landminen sind gefährliche, kleine Bomben, die man oft nicht erkennen kann. Sie liegen meist wenige Zentimeter unter der Erde oder sehen so aus, dass man sie auch leicht mit Blechdosen, Müll oder Spielzeug verwechseln kann. Deshalb werden auch sehr häufig Kinder Opfer von Landminen. Diese Minen explodieren, sobald sie jemand berührt, aufhebt oder darüberfährt.

Nasir, ein Junge aus Kandahar in Afghanistan, wird im Reha-Zentrum versorgt, aufgenommen am 10.11.2021
Nasir, ein Junge aus Kandahar in Afghanistan, wird im Reha-Zentrum nach einem Landminen-Unfall versorgt.
Quelle: obs

In diesen Ländern gibt es Landminen

In dem Landminen-Monitor 2020 steht, dass im Vergleich zum Jahr zuvor die Zahl der Opfer um mehr als tausend Menschen gestiegen ist. Experten sagen, dass das auch an den Kriegen im Jahr 2020 in Afghanistan, dem Jemen, Libyen, Syrien und der Ukraine liegt. Die meisten Landminen-Opfer, 2.700, gab es in dem Jahr in Syrien. Zu den am meisten mit Minen belasteten Ländern gehören außerdem: Afghanistan, Angola, Ägypten, Bosnien und Herzegowina, Irak, Laos, Kongo Kambodscha, Kolumbien, Kroatien, Mali, Vietnam, aber auch Regionen wie Berg-Karabach, Tschetschenien und die Falkland-Inseln (Malvinas). Hier könnt ihr auf der Karte sehen, in welchen Ländern die meisten Landminen vermutet werden.

Eine Weltkarte, auf der die Länder, wo es Landminen gibt, gelb eingefärbt sind.
Quelle: ZDF

Das ist das Landminen-Abkommen

Die meisten Länder haben in einem gemeinsamen Abkommen, dem Ottawa-Vertrag, beschlossen, keine Landminen zu benutzen. Ob sich die Länder auch an das Abkommen halten, wird mit dem Landminen-Bericht überprüft. 164 Länder haben den Vertrag unterschrieben, 32 Länder aber nicht. Darunter Myanmar, dessen Regierung als einzige im vergangenen Jahr Landminen gegen Menschen eingesetzt hat.

In dem Bericht steht auch, dass in 54 Ländern weltweit Menschen durch Minen gestorben sind. 38 dieser Länder haben das Abkommen eigentlich unterschrieben. Das kommt auch daher, dass oft bewaffnete Gruppen, sogenannte Milizen, die nicht zu den offiziellen Armeen der Länder gehören, die Landminen einsetzen.

So werden Minen gefunden und entschärft

Expertinnen und Experten suchen nach solchen Minen, um sie aus sicherer Entfernung zu sprengen. Einige Menschen - und auch Tiere! - beschäftigen sich damit, die Minen zu suchen, auszugraben und zu entschärfen. Die Räumung der Landminen ist gefährlich und nimmt viel Zeit in Anspruch - und so kann's funktionieren:

Erfolgreiche Spürratte "Magawa"mit PDSA-Goldmedaille.
Die besonders erfolgreiche Spürratte "Magawa" hat für ihre Verdienste sogar einen Orden bekommen - sie hat 39 Landminen aufgespürt und 28 Sprengkörper entdeckt. Jetzt ist sie im Ruhestand und hilft anderen Ratten bei der Ausbildung.
Quelle: Pdsa/PA Media/dpa

135.000 Minen konnten im vergangenen Jahr zerstört werden. Also konnte man so vielleicht 135.000 Menschen retten! Und es wurden dadurch auch 146 Quadratkilometer Land wieder sicher gemacht - das ist eine Fläche so groß wie 20 Fußballfelder, auf der man jetzt wieder ohne Gefahr herumlaufen kann.

Diesen Text haben Anne und Meike geschrieben.

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