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Wassermangel in Spanien und Portugal

Nach dem extrem trockenen Sommer in Spanien und Portugal haben die Länder jetzt damit zu kämpfen, dass es nicht genügend Trinkwasser gibt.

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In manchen Gebieten in Spanien und Portugal sieht es aus wie in der Wüste: Ganze Felder sind ausgetrocknet und die Wasservorräte sind knapp. In Spanien wird eigentlich in etwa 1.200 Sammelbecken Wasser gesammelt. Dort kommt der größte Teil des Trinkwassers her. Aber in diesem Jahr sind sie nur noch zu einem Drittel gefüllt.

Weil der Boden so trocken ist, wird der Sand von dem fahrenden Traktor aufgewirbelt.
Weil der Boden so trocken ist, wird der Sand von dem fahrenden Traktor aufgewirbelt. Quelle: dpa

Wieso gibt es Wassermangel?

Schon seit einigen Jahren gibt es in Spanien und Portugal im Sommer sehr wenig Regen. Die Kombination aus Regenmangel und Temperaturen um die 40 Grad führen zu extremer Trockenheit. In den Talsperren oder Dämmen kann sich nicht genügend Wasser sammeln, um das Land mit dem notwendigen Trinkwasser zu versorgen. Zusätzlich verdunstet das Trinkwasser in den Vorratstanks durch die Hitze.

Waldbrände im Sommer 2017

Die extreme Trockenheit führte im Sommer sogar zu Waldbränden, die sich schnell ausbreiten und schwierig zu kontrollieren waren. In Portugal wurden in diesem Jahr durch die Brände sogar mehr als 100 Menschen getötet.

Starker Waldbrand in Portugal
Im Sommer haben die Brände in Portugal viel zerstört. Quelle: dpa

Für Bauern ist die Trockenheit eine Katastrophe

Am meisten leiden die Bauern unter der Trockenheit. Auf Böden, die kaum Wasser bekommen, kann nämlich nicht viel wachsen. Außerdem vertrocknen ihre Weinreben, Obst- und Olivenbäume und das Getreide, sodass den Bauern große Teile ihrer Ernte fehlen. Ohne ihre Ernte ist die Existenz der Bauern bedroht, weil sie kein Geld verdienen können.

Um ihre Ernte trotzdem zu retten, bewässern viele Bauern ihre Felder künstlich. Deshalb machen Umweltorganisationen auch die Bauern für den Wassermangel verantwortlich. Die spanische Umweltministerin Isabel García Tejerina hat schon angekündigt, dass beim Wassersparen als erstes den Bauern der Hahn zugedreht werde, "um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen".

Kühe stehen auf einer Weide, auf der kaum etwas wächst.
Auch die Tiere leiden unter der Trockenheit: Sie haben nicht genug zu fressen und kaum etwas zu trinken. Quelle: epa

Was macht die Regierung?

Die Regierungen in Spanien und Portugal hoffen im Winter auf Regen. Wenn der allerdings ausbleiben sollte, müsse der Wasserverbrauch im Frühjahr und Sommer 2018 beschränkt werden. Das bedeutet, dass den Menschen vorgeschrieben wird, wann sie wie viel Wasser nutzen dürfen. In besonders trockenen Regionen Portugals hat das teilweise schon begonnen: Nachts wird dort das Wasser abgedreht. Dadurch wird Wasser gespart.

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