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Weltflüchtlingstag

Weltweit sind etwa so viele Menschen auf der Flucht, wie Deutschland Einwohner hat - fast 80 Millionen. Auf ihre Situation soll der heutige Weltflüchtlingstag aufmerksam machen.

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Fast 80 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Ein trauriger Rekordwert - das sind nämlich so viele wie noch nie zuvor. 40 Prozent, also etwas weniger als die Hälfte von ihnen, sind Kinder. Das steht in einem neuen Bericht zur Lage der Flüchtlinge auf der Welt. Jedes Jahr am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, soll auf die Situation der Geflüchteten aufmerksam gemacht werden. Und die ist meist überhaupt nicht gut.

Syrien: Frauen und Kinder fliehen aus Idlib.
Ein Prozent der gesamten Weltbevölkerung ist auf der Flucht.
Quelle: AP

Gründe für eine Flucht

Flüchtlinge verlassen ihre Heimat, weil sie keinen anderen Ausweg sehen. Sie hoffen, dass es ihnen an einem anderen Ort besser geht. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Ein wichtiger Grund ist, dass es in vielen Ländern Krieg und Gewalt gibt.

Ein anderer Grund ist Armut. In vielen Ländern haben Menschen nicht genug zum Leben und finden keine Arbeit. Sie hoffen, dass sie in einem anderen Land ein besseres Leben führen können. Andere leben in Angst, weil sie in ihrer Heimat zum Beispiel ihre Religion nicht ausüben dürfen. Wieder andere flüchten wegen einer Dürre oder Hungersnot. Übrigens kommen zwei Drittel aller Menschen, die aus ihrem Land fliehen müssen, aus nur fünf Ländern: Syrien, Venezuela, Afghanistan, Südsudan und Myanmar. Wenn ihr mehr über diese Länder und ihre Situation wissen wollt, klickt einfach auf ihren Namen.

Coronavirus und Flüchtlinge

Die Corona-Pandemie sorgt bei vielen Geflüchteten auf der Welt für noch mehr Probleme. Die allermeisten Flüchtlinge leben nämlich in eher ärmeren Ländern, wo es ohnehin schon nicht genug Essen gibt. Weil viele durch die Beschränkungen in der Corona-Krise zum Beispiel gar nicht mehr arbeiten gehen dürfen, können sie sich nun noch weniger Essen leisten. Auch können viele Helferinnen und Helfer, die sie sonst mit Lebensmitteln versorgen, wegen der Corona-Krise nicht mehr zu ihnen reisen.

Für viele Flüchtlinge ist die Corona-Krise bereits eine dramatische Hungerkrise.
Entwicklungsminister Gerd Müller
Flüchtlinge auf Lesbos
In den Flüchtlingslagern auf der griechischen Insel Lesbos haben viele Angst davor, dass das Coronavirus ausbricht.
Quelle: reuters

Auch in Flüchtlingslagern oder Unterkünften, wo Geflüchtete oft leben müssen, verschlechtert die Corona-Pandemie ihre Lage noch mehr. Denn dort leben sie oft ganz eng zusammen und es fehlt häufig an ganz einfachen Dingen, wie Seife und Wasser. Händewaschen oder Abstand zu anderen - also das, was wir machen können um uns vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen - das ist für die Flüchtlinge in den Lagern oder Unterkünften nicht möglich. Zwar ist es dort noch nicht zu großen Corona-Ausbrüchen gekommen, aber die Angst davor ist groß.

In diesem Artikel könnt ihr das noch mal genauer nachlesen.

Ein Flüchtlingslager in Moria auf Lesbos. Archivbild

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Flüchtlingslager in der Coronazeit
 

Deshalb können sich die Menschen in Flüchtlingslagern kaum vor dem Coronavirus schützen.

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