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Konferenz gegen Kinderarbeit

Bei der Weltkonferenz gegen Kinderarbeit treffen sich derzeit Politiker und Experten in Argentinien. Sie beraten seit Dienstag darüber, wie sie es schaffen, dass es in Zukunft keine Kinderarbeit mehr gibt.

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Kinder sollten eigentlich zur Schule gehen und freie Zeit zum Spielen haben. Weltweit gibt es aber etwa 150 Millionen Kinder, die arbeiten gehen oder sogar zur Arbeit gezwungen werden. Die Arbeit ist manchmal so schwer, dass sie davon krank werden. Eigentlich haben fast alle Länder auf der Welt einen Vertrag unterschrieben, der Kinderarbeit verbietet. Doch leider halten sich nicht alle daran.

Auf einer Konferenz in dem südamerikanischen Land Argentinien sprechen Experten und Politiker noch bis Donnerstag darüber, wie die Situation für Kinder im Moment ist. Sie überlegen gemeinsam, was sie tun können, um den betroffenen Kindern zu helfen. Dazu hören sie sich auch an, was die Kinder selbst über ihre Arbeit sagen.

Ein Junge und ein Mädchen sortieren Falschen in einer Fabrik in Bangladesch.
Kinder sortieren Flaschen in einer Fabrik in Bangladesch. Quelle: dpa

Unterstützung für die Familien

Die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes und die Kindernothilfe befragten etwa 1.800 Kinder, die regelmäßig arbeiten. Bei der Befragung kam heraus, dass einige Kinder es auch gut finden, arbeiten zu gehen. Ihre Familien sind häufig sehr arm und brauchen das Geld. Nur so hätten sie zum Beispiel genug zu Essen. Die Kinder sehen keinen anderen Weg, als arbeiten zu gehen. Sie sind froh, dass sie ihren Familien helfen können. Allerdings haben die Kinder auch gesagt, dass die Bedingungen, unter denen sie arbeiten müssen, oft nicht gut sind.

Regeln für die Arbeit

Experten sagen, dass Kinderarbeit abgeschafft werden muss. Solange das noch nicht so ist, müsse es zumindest bestimmte Regeln geben: Kinder müssen trotzdem zur Schule gehen können, es darf bei der Arbeit keine Gewalt geben und Kinder sollten keine schweren und gefährlichen Arbeiten machen.

Schule statt Arbeit

Wenn sich alle an diese Regeln halten würden, wäre schon einiges erreicht. Besser wäre es aber, wenn kein Kind auf der Welt arbeiten geht. Kinder sollten sich auf die Schule konzentrieren und nicht noch zusätzlich arbeiten müssen. Wenn sie keine Zeit zum Lernen haben, dann wird es für sie später schwer, einen Beruf zu finden. Das bedeutet, dass sie später auch nicht genug Geld für ihre Familien haben. Ihre eigenen Kinder müssen dann vielleicht auch arbeiten gehen.

ZDFtivi | logo! - Kinderarbeit

Wenn Kinder arbeiten müssen, hat das Folgen. logo! erklärt es euch.

Videolänge:
1 min
Datum:

Kinderarbeit für viele Produkte

Auch in Deutschland gibt es Produkte zu kaufen, für deren Herstellung Kinder arbeiten mussten. Zum Beispiel für Smartphones oder Tablets: Tausende Kinder arbeiten im Minen in dem afrikanischen Land Kongo. In den Minen wird Kobalt abgebaut. Das ist ein Mineral, das für Akkus benötigt wird. Auch Teppiche, Kleidung, Schokolade und andere Produkte können zum Teil von Kinderarbeitern gemacht worden sein.

Was kann man tun?

Einige Firmen verschweigen, dass für ihre Produkte auch Kinder arbeiten müssen. Andere Firmen kontrollieren das gar nicht. Bei Produkten mit dem Siegel "Fair" oder "Fair Trade" (deutsch: fairer Handel) werden die Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung kontrolliert. Und: Keine Kinder haben an diesen Produkten mitgearbeitet.

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