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Wenn Lehrer im Internet gemobbt werden

An einer Schule in Hessen gab es einen ziemlich heftigen Fall von Cybermobbing: Dort sollen Schüler im Internet die Gesichter ihrer Lehrerinnen und Lehrer auf nackte Körper gesetzt haben.

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Vielleicht habt ihr euren Lehrerinnen und Lehrern auch schon einmal einen kleinen Streich gespielt - auch wenn ihr wisst, dass man das eigentlich nicht macht. Auch zwei Schüler einer Schule in Hessen wollten ihren Lehrern wohl einen Streich spielen - allerdings war dieser Streich ziemlich heftig. Die beiden Schüler bekommen deshalb auch Strafen.

Grafik: Lehrer vor Klasse
An vielen Schulen gibt es Mobbing gegen Lehrer.
Quelle: ZDF

Was haben die Schüler gemacht?

Die Schüler haben heimlich Bilder ihrer Lehrerinnen und Lehrer gemacht. Dann haben sie Bilder von nackten Menschen im Internet gefunden. Mithilfe von Programmen haben sie die Bilder so bearbeitet, dass die Gesichter der Lehrerinnen und Lehrer auf den nackten Körpern zu sehen waren. Sie haben auch noch andere Bilder bearbeitet, die für die Lehrer sehr unangenehm und beleidigend waren. Die Bilder haben sie dann im Internet verbreitet.

Wie haben die Lehrer das herausgefunden?

Andere Schülerinnen und Schüler haben die Bilder im Internet entdeckt. Sie haben den Lehrern Bescheid gegeben, dass die Bilder im Internet verbreitet wurden. So sind die Lehrerinnen und Lehrer darauf aufmerksam geworden.

Mobbing gegen Lehrer gibt es an vielen Schulen

Dieser Fall in Hessen ist besonders heftig. Aber auch an anderen Schulen gibt es Probleme mit Cybermobbing: Lehrerinnen und Lehrer werden zum Beispiel im Internet beleidigt, bedroht oder unangenehme Fotos oder Videos werden verbreitet.

Was könnt ihr tun?

Wir haben Tipps für euch: Wie könnt ihr euch verhalten, wenn ihr bemerkt, dass ein Lehrer gemobbt wird:

  • Nicht mitmachen und nicht mitlachen, wenn andere Schüler Lehrer im Internet beleidigen oder angreifen. Wenn ihr zeigt, dass ihr das nicht gut findet, hören die anderen vielleicht auch auf.
  • Wenn zum Beispiel in einer WhatsApp-Gruppe eurer Klasse oder in sozialen Netzwerken über Lehrer fies gelästert wird oder sie übel beleidigt werden, könnt ihr das Vertrauenslehrern oder Schulsozialarbeitern sagen. Sie können dann den betroffenen Lehrern Bescheid geben, ohne zu sagen, wer das verraten hat.
  • Wenn ihr selbst ein Problem mit einem Lehrer habt, sprecht mit euren Eltern, einem Vertrauenslehrer oder der Schulleitung. Gemeinsam könnt ihr dann nach einer Lösung für das Problem suchen und ihr könnt euch gegen euren Lehrer wehren, ohne ihn im Internet zu mobben.

Was, wenn ihr selbst gemobbt werdet?

Nicht nur Lehrer werden manchmal im Internet gemobbt. Vielleicht seid ihr selbst davon betroffen. Was könnt ihr dann tun?

  • Antwortet nicht auf fiese Posts, SMS oder E-Mails. Das ermuntert viele, erst recht weiterzumachen.
  • In vielen sozialen Netzwerken habt ihr die Möglichkeit, Kontakte zu sperren. Das solltet ihr auf jeden Fall tun, wenn euch jemand beleidigt oder blöd anmacht.
  • Speichert oder kopiert die gemeinen Nachrichten. So könnt ihr später beweisen, was passiert ist.
  • Wenn die Mobbing-Attacken nicht aufhören, geht gemeinsam mit euren Eltern zur Polizei. Denn Mobbing ist nicht erlaubt. Niemand hat das Recht, andere zu beleidigen und einzuschüchtern. Wer andere mobbt, kann dafür bestraft werden.
  • Vielleicht wollt ihr erst einmal mit niemandem darüber sprechen, den ihr kennt. Dann könnt ihr auch bei der Nummer gegen Kummer anrufen. Dort hört euch jemand zu und kann euch Tipps geben, was ihr tun könnt.
Grafik eines Handys

Nummer gegen Kummer

Hier könnt ihr anrufen, wenn ihr Hilfe braucht.

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