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Der Protest der Rohingya und wie es dazu kam

In Bangladesch demonstrieren zehntausende Rohingya-Flüchtlinge für bessere Lebensbedingungen. Vor fünf Jahren wurden sie aus ihrem Heimatland Myanmar vertrieben.

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Sie haben keine Jobs, keine Sicherheit, kein Zuhause: Seit fünf Jahren leben hunderttausende Menschen, die der Gruppe der Rohingya angehören, in Flüchtlingslagern in Bangladesch. Sie leiden besonders unter den schlechten Bedingungen in den Lagern.

Rohingya-Junge hält Plakat hoch: "Kein Leben als Flüchtling mehr"
Rohingya wollen mit Protest auf ihre Situation aufmerksam machen.
Quelle: reuters/Rafiqur Rahman

Warum so viele Rohingya nach Bangladesch geflohen sind

Vor ein paar Jahren gründeten einige Rohingya eine Rebellengruppe. Ihr Ziel: gegen die Regierung Myanmars kämpfen und sich für einen eigenen Staat einsetzen. Ende August 2017 hatte diese Rebellengruppe Soldaten und Polizisten von Myanmar angegriffen. Das Militär reagierte mit brutaler Gewalt und begann damit, Dörfer der Rohingya niederzubrennen. Tausende Menschen sind gestorben.

Karte: Rohingya fliehen von Myanmar nach Bangladesch
2017 flohen viele Rohingya aus Myanmar in das Nachbarland Bangladesch.
Quelle: ZDF

Hunderttausende flohen, zum Beispiel in das Nachbarland Bangladesch. Unter den Flüchtlingen sind auch viele Kinder. In Bangladesch leben sie unter schlechten Bedingungen in Lagern. Viele von ihnen haben in ihrer Heimat Myanmar und auf der Flucht Furchtbares erlebt.

Wie es den Menschen in den Flüchtlingslagern geht

Bangladesch ist eines der ärmsten Länder der Welt und schafft es kaum, die Geflüchteten zu versorgen. Hilfsorganisationen aus der ganzen Welt unterstützen die Rohingya, so gut es geht.

Doch die Situation in den Lagern ist schlecht. Es gibt zum Beispiel nicht genug sauberes Wasser für alle und nur wenig Medizin - viele Menschen sind deshalb krank. Außerdem bekommen sie keine Möglichkeit, sich in Bangladesch ein Leben aufzubauen. Viele Kinder können nicht zur Schule gehen und Jugendliche haben keine Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen. Die Rohingya dürfen nicht in Bangladesch arbeiten. Wie und wo die Menschen in Zukunft leben können, ist für die meisten ungewiss.

Rohingya in einem Flüchtlingslager in Bangladesch. Archivbild
Rohingya in einem Flüchtlingslager in Bangladesch.
Quelle: Suzauddin Rubel/AP/dpa/Archivbild

Was die Politiker und Politikerinnen tun

Politiker aus Myanmar und Bangladesch verhandeln immer wieder miteinander, um nach einer Lösung zu suchen. Doch in Myanmar hat sich die Situation für die Rohingya bisher kaum verändert. Viele haben deshalb Angst, zurückzukehren. Hilfsorganisationen und andere Länder, zum Beispiel die der Europäischen Union, fordern die Regierung in Myanmar dazu auf, mehr für die Rechte der Rohingya zu tun und die Angehörigen dieser Volksgruppe zu schützen. Bisher ohne Erfolg.

2018 war logo!-Reporterin Jennie in einem Flüchtlingslager der Rohingya in Bangladesch und hat mit den Menschen dort gesprochen. Hier könnt ihr die logo!-Sendung von damals noch einmal ansehen:

logo! - logo! extra: Rohingya auf der Flucht 

Jennie hat 2018 ein Flüchtlingslager der Rohingya besucht.

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