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Was ist der Brexit?

Am 31. Januar 2020 ist Großbritannien aus der Europäischen Union ausgetreten. Wie kam es dazu und warum wird das Ganze "Brexit" genannt?

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Das Wort "Brexit" setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern "British" (auf deutsch: britisch) und "Exit". "Exit" bedeutet Ausgang oder Ausfahrt. Gemeint ist mit Brexit der Austritt des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union, kurz EU. Im Juni 2016 hatten sich die Briten bei einer Volksabstimmung für den Brexit entschieden. Damals hatten 51,9 Prozent der Briten für den Austritt aus der EU gestimmt. 48,1 Prozent waren dafür, dass Großbritannien in der EU bleibt. Das Ergebnis war also knapp. Am 31. Januar 2020 hat das Land die EU verlassen.

Temporäre Zollunion nach Brexit
Es gab auch viele Briten, die den Austritt aus der EU nicht wollten.
Quelle: Reuters

Warum dauerte es so lange bis zum Austritt?

Bevor Großbritannien aus der EU ausgetreten ist, mussten viele Fragen geklärt werden. So gab es Regeln und Gesetze, die zwischen der EU und Großbritannien neu verhandelt werden mussten. Deshalb hatten die britische Regierung und die Europäische Union einen Vertrag ausgehandelt, der das alles regelt. Das Problem: Die britischen Politiker und Politikerinnen mussten dem Vertrag zustimmen - und das hat einige Monate gedauert.

Manche Politiker fanden, dass Großbritannien bei dem Brexit-Deal nicht gut genug weg kommt und wollten einen neuen, verbesserten Brexit-Vertrag mit der EU. Andere wiederum fanden, dass in dem Brexit-Deal noch viel zu viel Europäische Union drinsteckt. Sie wollten, dass Großbritannien nach dem Brexit so wenig wie möglich mit der EU zu tun hat. Und dann gab es noch die Politiker, die gar keinen Brexit wollten und hofften, den Brexit noch irgendwie zu verhindern.

Weil die Politiker so unterschiedlicher Meinung waren, hat sich der Brexit-Termin auch immer wieder nach hinten verschoben. Nach einigen Änderungen in dem Austrittsvertrag war es im Dezember 2019 dann soweit: Die Politikerinnen und Politiker haben dem Vertrag zugestimmt.

Übergangsphase bis Ende 2020

Offiziell gehört das Vereinigte Königreich zwar nicht mehr zur EU, aber viele Verträge und Abkommen bleiben bis Ende des Jahres bestehen. Deshalb läuft auch der Handel zunächst weiter wie gewohnt. Bis 31. Dezember 2020 gilt eine Übergangsphase - bis dahin ist Zeit, neue Verträge und Abkommen auszuhandeln, die Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union regeln.

Demonstranten mit Plakaten am 18.12.2018 in London

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Warum wollen viele Briten raus aus der EU?
 

Großbritannien gehört nicht mehr zur EU.

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