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Nicht alles im "Grünen Bereich"

Die Bundesumweltministerin hat einen Bericht zur Lage der Natur in Deutschland vorgestellt

Datum:
19.05.2020, berlin: svenja schulze (spd), bundesumweltministerin, stellt bei einer pressekonferenz den bericht zur lage der natur vor.
Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit dem Bericht zur Lage der Natur.
Quelle: dpa

Alle sechs Jahre untersuchen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, wie gut oder schlecht es der Natur - also den Tieren, Wäldern, Flüssen und Seen - in Deutschland geht. Dabei wurden nur ein Bruchteil der fast 50.000 Arten in Deutschland erforscht. Trotzdem kann mit dem neuen Bericht die Situation der Natur gut eingeschätzt werden. Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die Ergebnisse am Dienstag in Berlin vorgestellt.

Das sind die Ergebnisse

Von den Alpen im Süden bis an die Küsten im Norden: Die Forscherinnen und Forscher haben in fast jedem Winkel in Deutschland die verschiedenen Tierarten und Lebensräume genau untersucht und geschaut, wie gut es ihnen geht, also wie gut sie noch erhalten sind. Diesen Zustand haben sie dann mit einer Art Ampel bewertet. Grün heißt: Hier ist alles ok, Gelb steht für mäßig und Rot für schlecht.

Wie es den Tieren geht

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Den Kegelrobben geht es wieder besser.

Nur 25 Prozent der Tierarten geht es gut - also nur bei jeder vierten Art steht die Ampel auf Grün. Vor allem kritisch ist die Situation bei Schmetterlingen und Käfern. Hier ist bei besonders vielen Arten die Ampel auf Rot. Bei den Säugetieren geht es vielen Arten wieder besser, wie zum Beispiel der Kegelrobbe an der Nordsee. Dem Wolf geht es dagegen immer noch schlecht. In den Wäldern gibt es wieder mehr Vögel – auf den Feldern aber wieder weniger.

Wie es um die Lebensräume steht

Wald in Bayern
Grün: Den Wäldern geht es gut.
Quelle: Angelika Warmuth/dpa

Den Wäldern in Deutschland geht es insgesamt gut. Auch Landschaften, in denen viele Felsen sind, haben oft eine grüne Ampel. Insgesamt sind in Deutschland laut dem Bericht aber nur ein Drittel der Lebensräume in einem grünen, also guten, Zustand. Besonders vielen Wiesen geht es nur mäßig oder gar nicht gut. Bei Seen oder Flüssen ist es ähnlich.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte zu den Ergebnissen, dass es der Natur in Deutschland insgesamt nicht gut genug gehe.

Kritik an den Landwirten

Ein Grund dafür, dass es vielen Wiesen und Tieren so schlecht geht, ist die Landwirtschaft. Denn wenn zu viel gedüngt und zu viel gemäht wird, finden viele Arten keinen Lebensraum mehr. Die Bundesumweltministerin möchte daher mehr dagegen tun und neue Regeln für die Landwirtschaft einführen.

Die Vertreter der Landwirte sagten dagegen, dass es nicht ok sei, die Schuld der Landwirtschaft zu geben. Die Landwirtinnen und Landwirte würden gerne mehr für die Natur tun. Für den Naturschutz möchten sie aber von der Politik Unterstützung und auch mehr Geld.

Auf unserer Themenseite könnt ihr noch viel mehr zu Natur und Umwelt nachlesen.

Der Regenwald in Brasilien. Archivbild

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