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Zuhause in die Schule gehen

Hausaufgaben per E-Mail und Unterricht im Kinderzimmer. Seit zwei Wochen sind die Schulen geschlossen. Wie läuft der Unterricht zuhause bisher?

Datum:
schule daheim
Zuhause lernen: Manchen gefällt das richtig gut und andere wollen lieber wieder in das Klassenzimmer.
Quelle: stefan puchner/dpa

Ding Dong, die nächste Stunde geht los!

Oder auch nicht…denn das Klingeln der Schulglocke hören wir schon seit zwei Wochen nicht mehr. So lange haben nämlich schon die Schulen in ganz Deutschland geschlossen. Der Grund: Corona. Damit sich das Virus langsamer verbreitet und nicht so viele Menschen gleichzeitig krank werden, sollen alle möglichst wenig andere Leute treffen. Das kann in einer Schule, wo so viele Kinder, Lehrer und Lehrerinnen sind, nicht eingehalten werden. Deswegen haben die Chefs aller Bundesländer vor knapp zwei Wochen entschieden, dass die Schulen und Kitas geschlossen werden. Ob es nach den Osterferien wieder ganz normal weitergeht, weiß noch niemand.

Wie läuft "Schule daheim"?  

Unterricht zuhause ist ja für alle etwas ganz Neues! Jede Schule und jede Klasse macht es anders. Viele Schüler, vor allem die älteren, lernen mit ihren Computern oder Tablets. Sie treffen sich zum Beispiel im Videochat mit ihren Klassenlehrern, die aus dem Wohnzimmer unterrichten. Manche Schulen nutzen auch so genannte "Lern-Plattformen". Das sind Seiten im Internet, auf denen ganz viel Unterrichtsstoff gesammelt wird, den die Schüler dort runterladen können.

Hausaufgaben per E-Mail

Es gibt aber auch viele Lehrer, die ihren Schülern die Aufgaben per E-Mail oder Post schicken. Die 9-jährige Marie aus Mainz erzählt:

"Wir bekommen von unserer Lehrerin jede Woche neue Aufgaben, die wir über die Woche erledigen müssen und dabei können wir uns selbst einteilen, was wir wann machen."
Marie, 9

Das klingt nach viel Freiheit. Auch der 10-jährige Julius sagt, dass er selbst entscheiden darf, welches Fach er wann macht. Das Lernen von zuhause aus, ist also bei einigen nicht so streng geplant wie ein Stundenplan in der Schule. Trotzdem vermissen viele Kinder den normalen Unterricht. Linos geht in die vierte Klasse und findet es schade, dass er zuhause seinen Lehrern keine Fragen stellen kann:

Zuhause kann man zwar die Eltern fragen, wenn man etwas nicht versteht aber die wissen ja auch nicht alles und Lehrer können einem viele Sachen besser erklären.
Linos, 9

Manche Schüler und Schülerinnen haben aber auch richtig viel zu tun und kommen mit den Aufgaben kaum hinterher. Der 12-jährige Pit aus Hamburg zum Beispiel:

Man bekommt mehr Aufgaben von der Schule als wenn man in die Schule gehen würde. Das ist doof. Und man sitzt auch gefühlt länger an den Aufgaben.
Pit, 12

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Zuhause lernen: gerecht oder ungerecht?
 

Schule zuhause - klingt erstmal ganz gut. Doch es kann auch Probleme geben, zum Beispiel, wenn die Eltern nicht so gut helfen können oder man keinen Computer zuhause hat.

Videolänge:
1 min

Eeeendlich ausschlafen!

Aber gibt es denn auch gute Sachen am Unterricht zuhause? Na klar! Zum Beispiel das Ausschlafen! Viele von euch haben uns geschrieben, dass sie froh sind, momentan nicht so früh aufstehen zu müssen. Ein bisschen länger im Bett liegen zu bleiben ist also auf jeden Fall ein Pluspunkt. Einige von euch finden es auch toll, sich die Aufgaben selbst einzuteilen und zu entscheiden, was sie wann lernen wollen.

Es gibt also doch ein paar Dinge, die am Unterricht zuhause gar nicht so schlecht sind. Viele von euch freuen sich aber, wenn die Schule bald wieder losgeht und sie ihre Freunde treffen können. Denn Freunde und Pausen sind einfach das Beste an der Schule!

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