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Studie zu Mikroplastik

Mikroplastik besteht aus winzig kleinen Teilchen, die oft nur unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Für die Umwelt sind diese Plastikteilchen ein großes Problem. Forscher haben nun untersucht, woher das meiste Mikroplastik in Deutschland kommt.

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Bisher wurde vor allem darüber berichtet, dass Mikroplastik in einigen Kosmetikprodukten vorkommt. In Duschgels und Peelings sollen winzig kleine Plastikkügelchen zum Beispiel dabei helfen, alte Hautschüppchen zu entfernen. In einer großen Untersuchung kam nun allerdings heraus: Kosmetikprodukte sind nur für einen kleinen Teil des Mikroplastiks verantwortlich, der in Deutschland in die Umwelt gelangt.

Der weitaus größte Teil stammt von Autoreifen. Rollen Reifen über die Straße, nutzen sie sich ab. Vor allem beim Bremsen lösen sich winzig kleine Gummiteilchen. Dieser Abrieb gelangt durch Wind und Regen in die Umwelt.

Bremsspuren auf Asphalt
Beim Bremsen löst sich besonders viel Mikroplastik. Quelle: picture alliance / imageBROKER

Vier Kilo Mikroplastik pro Person

Die Forscher haben errechnet, dass in Deutschland jedes Jahr etwa 330.000 Tonnen Mikroplastik zusammenkommen - pro Person sind das durchschnittlich etwa vier Kilo. Etwa ein Drittel davon entsteht durch den Reifenabrieb. Freigesetzt wird Mikroplastik aber auch bei der Abfallentsorgung - zum Beispiel beim Recyceln von Kunststoff. Auch Sport- und Spielplätze können eine Quelle von Mikroplastik sein. Wenn dort Kunststoffbelag oder Kunstrasen verlegt ist, können sich mit der Zeit Teilchen lösen und in die Natur geweht werden.

Warum ist Mikroplastik schlecht für die Umwelt?

In den Meeren leben viele Tiere und Pflanzen.
Fische fressen das Mikroplastik. Quelle: reuters

Die Teilchen sind so winzig klein, dass sie auch in Kläranlagen nicht komplett herausgefiltert werden können. Oft gelangen die Plastikteilchen in unsere Flüsse und schließlich irgendwann auch ins Meer. Dort schlucken zum Beispiel Fische das Mikroplastik. Das ist nicht gut für die Tiere und es ist auch nicht gut für uns. Denn irgendwann landen die Fische vielleicht als Mittagessen bei uns auf dem Tisch und dann essen wir mit dem Fisch auch die kleinen Plastikteilchen.

Mikroplastik in Kosmetikprodukten

Das Mikropastik, das in Kosmetikprodukten zum Einsatz kommt, macht zwar insgesamt nur einen kleinen Teil aus - insgesamt kommt dabei aber trotzdem jede Menge zusammen. Deshalb ist es sinnvoll, beim Einkaufen darauf zu achten, was in den Kosmetikprodukten drin ist. Hinter Namen wie Polyethylen (PE) oder Acrylate (ACS) steckt oft Plastik. Eine Übersicht darüber findet ihr in der Checkliste von Greenpeace und den Einkaufstipps des BUND.

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