2010: die letzten Erfolgsmeldungen

Herles' Notizen aus Berlin

Über den vermeintlichen Trend zum Baby, voreilige Zielvereinbarungen und kuriose Rettungsversuche.

Junger Mann sitzt vor seinem blau erleuchteten Laptop
Junger Mann sitzt vor seinem blau erleuchteten Laptop Quelle: imago/imagebroker

Zwanzigtausend Babies mehr als erwartet in den ersten neun Monaten des Jahres. Der Trend, so es überhaupt einer ist, überrascht die Demographen. Wahrscheinlicher Grund: die medizinisch hinausgeschobene Altergrenze für Mütter. Natürlich hält die Regierung das für ihr Verdienst.

Chaos auch im Kopf?

Weniger Hartz IV-Empfänger soll es 2011 geben. Eine voreilige Erfolgsmeldung. Dafür sollen die Jobcenter der Bundesagentur sorgen. Wenn eine "Zielvereinbarung" zwischen Regierung und Behörde ausreicht, sieben Prozent mehr Hartz IV-Empfänger in Arbeit zu bringen - warum ist das nicht schon 2010 geschehen?

Der Bundesverkehrsminister hat das Winterchaos auf Schienen und Straßen so meisterhaft geordnet, dass ihm Zeit genug bleibt, auch noch die deutsche Sprache zu retten. In seinem Ministerium werden keine Laptops mehr verwendet, sonder nur noch "Klapprechner". Mir fällt in diesem Zusammenhang ein anderes zusammengesetztes deutsches Hauptwort ein: Klapsmühle.

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