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Wer darf wen übersetzen?

Die Debatte um Amanda Gorman

Die Debatte zur Identitätspolitik beeinflusst mit ihren Fragen längst auch die Besetzungspraxis in Literatur, Film und Theater. Den Höhepunkt fand sie bei der Übersetzung des Gedichts "The Hill We Climb" von Amanda Gorman.

3 min
3 min
23.04.2021
23.04.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 23.04.2022

Der Text, den die schwarze Lyrikerin zu Joe Bidens Amtseinführung vortrug, sollte – nachdem bereits verschiedene Aufträge erteilt waren – nicht von Weißen übersetzt werden. Die Diskussion wurde in den Niederlanden von Janice Deul losgetreten. Die zunächst beauftragte nonbinäre Marieke Lucas Rijneveld trat vom Übersetzungsauftrag zurück.

In Spanien wurde die Übersetzung einem erfahrenen katalanischen weißen Mann nachträglich entzogen. Zu diesem Zeitpunkt war die deutsche Übersetzung im Verlag Hoffmann und Campe bereits von einem Trio fertiggestellt – mustergültig aus identitätspolitischer Sicht: Die Übersetzerin Uda Strätling wurde flankiert von der Publizistin Kübra Gümüşay und der Journalistin Hadija Haruna-Oelker.

Der weiße Übersetzer Frank Heibert kritisiert die Besetzungsentscheidung. Spaltet die aktuelle Identitätspolitik die Übersetzerszene?

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