Die Themen am 13. Februar 2015

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Die Themen und Gäste unserer Kultursendung am Freitag ab 23.45 Uhr.

Ich bin pädophil! Der verstörende Dokumentarfilm "Daniel’s World"

"Mein Name ist Daniel und ich bin verliebt in einen kleinen Jungen", sagt ein junger Literaturstudent. Offen in die Kamera. In dem Film "Daniel’s World", der diese Woche auf der Berlinale Premiere hatte, spricht er über seine Pädophilie. Männer, die Kinder lieben, gibt es - sogar sehr viele, auch wenn die Gesellschaft das oft nicht wahrhaben will. Und wenn, sind das in der Vorstellung der Meisten Kinderschänder und Monster. Bei einer aktuellen deutschen Studie gaben 40 Prozent der Befragten an, sie würden Pädophile gern inhaftiert sehen, selbst wenn diese nichts getan hätten. Über 10 Prozent wünschten ihnen gar den Tod. Der Dokumentarfilm "Daniel’s World" macht es nun möglich, die Perspektive zu wechseln. Wie lebt und liebt jemand, der seine sexuelle Neigung nicht ändern, aber auch niemals ausleben kann?

Bärenstarke Frauen! Binoche, Rampling & Co.

Eine Berlinale mit Filmen über "starke Frauen in Extremsituationen" hat uns Festivaldirektor Dieter Kosslick versprochen. Und meinte damit unter anderem Juliette Binoche als Polarforschergattin im ewigen Eis und Nicole Kidman als Orientkundlerin in der arabischen Wüste. Beide Filme jedoch fielen bei der Kritik durch. Wie präsentieren die Festivalfilme Frauen? Nur als dekoratives Beiwerk wie Altmeister Terrence Malick? Und als braves Mädchen, das sich nach konventionellem Sex sehnt wie in "50 Shades of Grey" oder als wilde Gangsterbraut wie in "Victoria". Und was ist überhaupt eine starke Frau? Wir haben darüber mit Charlotte Gainsbourg, Natalie Portman, Helen Mirren und Charlotte Rampling gesprochen.

ER singt das Lied vom Tod! Ennio Morricone exklusiv im Interview

Ennio Morricone ist eine Legende. Der heute 86-jährige Komponist hat mit seiner Musik Filmgeschichte geschrieben. Mehr als die Handlungen, bleiben die Klänge seiner Musik den Zuschauern oft ein Leben lang im Kopf. Manchmal, wie bei "Spiel mir das Lied vom Tod", reicht ein einziger Ton, und man wird zurückversetzt in den Kinosaal. In seiner mehr als ein halbes Jahrhundert dauernden Karriere komponierte Morricone die Musik zu mehr als 500 Filmen. 2007 wurde er mit einem Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Auf der diesjährigen Berlinale erhielt Morricone den Ehrenpreis des Cinema for Peace. Fürs ZDF traf Hubert Krech Signore Morricone in Berlin zu einem Exklusiv-Interview und durfte eines der sechs Konzerte seiner Europatournee "My Life in Music" drehen. Ein Gespräch über Leben und Werk. Und: Ennio Morricone singt! seine berühmteste Melodie.

Stars & Starfotografie! Anton Corbijns Film "Life"

James Dean hat nur drei Filme gedreht. Doch er ist unsterblich. Das liegt an seiner Schauspielkunst, seinem frühen Tod, aber auch an diesem ikonographischen Foto von James Dean im Regen mit hochgezogenem Mantelkragen am New Yorker Times Square. Geschossen hat es der Magnum-Fotograf Dennis Stock. Über die beiden - den Fotografen und den Filmstar – hat der Regisseur Anton Corbijn den Film "Life" gemacht, der am Montag auf der Berlinale Weltpremiere feierte. Den Fotografen spielt ausgerechnet Robert Pattinson, der von Paparazzis gejagt wird und so gerne sein Image als Tennieschwarm hinter sich lassen würde. Anton Corbijn und Robert Pattinson im Gespräch über das heikle Verhältnis zwischen Fotograf und Filmstar.

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