Die Themen am 5. Juni 2015

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Frederick Lau und Laia Costain "Victoria"

Kultur | aspekte - Die Themen am 5. Juni 2015

Die Spanierin spielt die Titelrolle in Sebastian Schippers aufsehenerregendem Berlin-Film "Victoria" - gedreht in einer Einstellung. Ein Gespräch über die Entstehung des Films und seine Universalität.

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Die Themen und Gäste unserer Kultursendung am Freitag ab 23.00 Uhr.

Kinostart von "Victoria" - durchgeknallte Idee wird Film

Ein Mädchen, eine Stadt, eine Nacht, eine Einstellung - Sebastian Schipper ist mit seinem Film "Victoria" etwas gelungen, an dem sich schon viele Filmemacher versucht haben: ein Film ohne einen einzigen Schnitt. Ein Berlin-Abenteuer, das wild-romantisch beginnt und dramatisch endet. Auf der Berlinale zu Recht bejubelt und demnächst im Kino. Die Geschichte: Victoria, eine Spanierin, neu in Berlin, ein bisschen einsam und verloren in der Berliner Club-Nacht, trifft zufällig vier Berliner Freunde mit frecher Schnauze. Aus einer Laune heraus schließt sie sich ihnen an und zieht mit ihnen weiter durch die Stadt. Sie erzählen sich gegenseitig ihre Geschichten, mal lustige, mal krumme, mal angeberische Stories über Großstadtjugendliche. Doch die Jungs müssen noch eine Ehrenschuld begleichen, und mit einem Mal findet sich Victoria mitten in einem Verbrechen wieder und ist auf der Flucht. Was so lässig begann, wechselt unversehens in ein Drama.

IS-Flagge über Palmyra - die Zerstörung von Weltkulturerbe

Die schwarze Flagge des IS weht jetzt auch über der historischen Oasenstadt Palmyra in Syrien. Dass der IS neben seinen grausamen Morden an Menschen droht, weiteres Kulturerbe zu zerstören, löst Betroffenheit und Erschütterung aus. Warum betrifft das den Westen derart? Und warum erst jetzt, wo doch im Bürgerkrieg auch zuvor schon viel zerstört wurde? aspekte spricht mit Archäologen, syrischen Aktivisten und Filmemachern. Allesamt Leute, die sich um die "Wiege der Zivilisation" sorgen. Die Zerstörung Palmyras sollte für uns "genauso relevant sein, wie die Zerstörung des Kölner Doms", so der Archäologe Prof. Schmidt-Colinet. Denn nicht nur für Syrien ist Palmyra identitätsstiftend, auch unsere Kultur nahm dort ihren Anfang. Doch erst durch die Bedrohung durch den IS gelingt dies scheinbar plötzlich in unser Bewusstsein.

Der Kampf gegen Magersucht - die Geschichte der Isabelle Caro

Isabelle Caro sorgte im Jahr 2007 für Aufsehen, als sie sich nackt mit nur 32 Kilo Körpergewicht für die "No-Anorexia"-Kampagne des italienischen Modelabels Nolita von Starfotograf Oliviero Toscani fotografieren ließ. Darf man einen offensichtlich sterbenskranken Menschen so zeigen? Fünf Jahre nach ihrem Tod zeigt der Dokumentarfilm "Seht mich verschwinden" jetzt: Isabelle Caro wollte, dass wir hinsehen, sie wollte sich zeigen und vor allem wollte sie reden. Darüber, wie sie in die Krallen der Krankheit geriet und darüber, wie schwer man sich - einmal gefangen - von ihr wieder lösen kann.

Pulitzerpreis für "Das 6. Sterben" - der Mensch als Naturkatastrophe

Kämen Außerirdische auf den blauen Planeten, sie fänden eine  Atmosphäre, ideal für die Entwicklung von Leben – eine erstaunliche Artenvielfalt ist hier entstanden. Doch eine vergleichsweise junge Spezies hat sich auf der ganzen Oberfläche ausgebreitet. Diese Art hat begonnen, so grundsätzlich die  Lebensbedingungen auf dem Planeten zu beeinflussen,  dass sie eine existentielle Bedrohung für alle anderen Spezies darstellt. Ein neues Erdzeitalter ist angebrochen: Das Anthropozän - das Zeitalter des Menschen. Der verhält sich dabei, wie der Komet, der den Dinos den Garaus gemacht hat. Das sagt jedenfalls die Wissenschaftjournalistin Elizabeth Kolbert, die für "Das 6. Sterben" den Pulitzerpreis erhalten hat. Das Besondere an ihrem Buch ist, dass sie das Verhalten des Menschen in eine erdgeschichtliche Perspektive rückt. Dabei stellt sie die Zusammenhänge in einer Weise dar, die auch Alarmismus-Skeptiker ins Grübeln bringt. aspekte hat mit ihr in New York über die Ursachen des Artensterbens gesprochen.

Sopranistin Krassimira Stoyanova - in Gounods "Faust" & im Studio

Sie braucht weder ein bizarres Hobby, noch muss sich die Sopranistin auf den Kopf stellen, um aus der Masse der Sängerinnen herauszustechen: Bei Krassimira Stoyanova reicht es, dass sie singt. Ihre Stimme, ihr unverwechselbares Timbre machen sie zu einer der herausragenden Sänger-Persönlichkeiten unserer Zeit. Sie ist keine, die den Medienrummel sucht, ist eher zurückhaltend. Dennoch hat sie sich im Laufe der letzten Jahre an die Spitze der Opernwelt gesungen. Als Marschallin im "Rosenkavalier" war sie der Star der Salzburger Festspiele im letzten Jahr. Jetzt ist sie in der Partie der Marguerite in Gounods Oper "Faust" zu Gast an der Deutschen Oper Berlin - und bei aspekte auf der Studio-Bühne.

Kunst im Unterwasserparadies - Statuen von Jason deCaires Taylor

Wer die verstörenden Statuen von Jason deCaires Taylor von nah betrachten möchte, muss sich nass machen. Seine Kunst ist auf dem Meeresboden verankert, bietet Fischen und Korallen gar eine Art künstliches Riff. Vor der Küste Cancuns in Mexiko hat der britische Künstler auf diese Weise das spektakulärste Unterwasser-Museum der Welt geschaffen. Rund 500 Skulpturen hat er in bis zu zehn Metern Tiefe installiert - als Touristenattraktion und als Naturschutzmaßnahme. Derzeit errichtet er vor der kanarischen Vulkaninsel Lanzarote mit seinem Team ein weiteres Unterwasser-Museum. aspekte war dabei.

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