Die Themen am 1. April 2016

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Kultur | aspekte - Die Themen am 1. April 2016

Der berühmte US-amerikanische Schriftsteller Richard Ford äußert sich im aspekte-Interview über Donald Trump, den potentiellen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner .

Beitragslänge:
14 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.03.2017, 12:47

Die Themen und Gäste unserer Kultursendung am Freitag um 23.00 Uhr.

US-Schriftsteller über Donald Trump

Richard Ford, T.C. Boyle und Jeffrey Eugenides

"Trump ist ein Punk - wie ich" sagt US-Schriftsteller TC Boyle über den Anwärter auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur, Donald Trump. Für den Autor Jeffrey Eugenides hat das Trump-Phänomen eher etwas vom Zauberer von Oz - der sich am Ende als armer machtloser Lügner herausstellt. Alles nur Gepolter und Show - nicht ernst zu nehmen? Doch Trumps Siegeszug durch die amerikanischen Vorwahlen zeigt, dass mit ihm wohl zu rechnen ist - vielleicht sogar als US-Präsident? Er habe die politische Kultur bereits verändert, sagt Schriftsteller Don Winslow: "Je mehr ich sehe, desto gefährlicher finde ich es". Welchen Reim machen sich amerikanische Intellektuelle und Schriftsteller auf den Erfolgskurs von Donald Trump, und wie erklären sie sich das Phänomen? aspekte hat über Trump gesprochen: mit Richard Ford, T.C. Boyle, Jeffrey Eugenides, Don Winslow, Aleksandar Hemon und dem Politikwissenschaftler Francis Fukuyama.

Benjamin von Stuckrad-Barres Comeback

Die Autobiografie „Panikherz"

Mythen, Göttern, Kunstfiguren schien er stets näher als der „Realität“. Darum hätte er wohl kaum etwas dagegen einzuwenden, vergliche man ihn, Benjamin von Stuckrad-Barre, mit der Figur des Ikarus. In seinem Falle jedoch mit einem Ikarus, der kurz vor dem Crash noch einmal mit letzter Kraft durchstartete, ein Übermütiger, der überlebte. Ein Jahrzehnt hat Stuckrad-Barre für sein Buch „Panikherz“ gebraucht, zehn Jahre der Wiederauferstehung aus Drogen, Kotze, Selbsthass, Fast-Tod.

Erst jetzt kann er erzählen, wie aus dem Pfarrers-Sohn Benjamin, diesem Jungen aus einem Kaff mit „dreiziffrigem Kennzeichen“, ein Schreiber wurde, eine schillernde Kunstfigur, ein TV-Liebling und Pop-Prostituierter, einer, der sich sehr jung und viel zu schnell in den Himmel schraubte und sich dort die Flügel in der Mediensonne verbrannte.

Die Kunst-Biennale von Marrakesch

In der Stadt des geordneten Chaos

Marrakesch ist kulturelle Metropole Marokkos und attraktives Reiseziel. Die Stadt gilt als Ort eines toleranten Islam und einer offenen Alltagskultur im Königreich Marokko. Erst 1956 wurde das Land aus der französischen Kolonie entlassen. Yves Saint Laurent hat in Marrakesch den opulenten Jardin Majorelle angelegt. Viele Europäer zieht es in die Millionenstadt, sie investieren an allen Ecken. 2016 kämpft Marokko aber auch mit hoher Arbeitslosigkeit. Die Gleichberechtigung der Frauen und Homosexualität sind nach wie vor schwierige Themen. Seit dem Terroranschlag 2011 mitten in der Stadt ist klar, dass auch Marokko Ziel islamistischer Gewalt ist. Das Bild in Deutschland von „Nordafrika“ ist momentan von Vorurteilen geprägt. Der Alltag Marrakeschs funktioniert auf atemberaubende Weise. Energie und Betriebsamkeit wechseln sich mit Gleichmut und Gelassenheit ab. Eine Millionen Menschen koexistieren im geordneten Chaos. Vor diesem Hintergrund schaut aspekte auf die sechste Kunstbiennale von Marrakesch. „Not new now“ ist ihr Motto. Es geht um das Wechselspiel von Innovation und Rückbesinnung in Zeiten akuter Krisen. Die Biennale versteht sich als Bindeglied zwischen der arabischen Welt und Afrika mit 50 internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Die Werke werden erstmals auch an öffentlichen Orten gezeigt. aspekte hat die Kunstbiennale in der Stadt der Kontraste besucht und sich auch jenseits des offiziellen Programms umgesehen.

Wedding-Roman „Großer Bruder Zorn“

Im Berliner Labor der Integration

„Wenn du glaubst, du bist die Heilsarmee, kriegst du eine. Wenn du glaubst, du bist Gandhi, gibt’s richtig. Wir sind, wer wir sind. Normale Leute. Nichts Besonderes“. So beginnt Johannes Ehrmanns Roman-Debüt „Großer Bruder Zorn“.

Der Schauplatz: Berlin-Wedding, früher ein Arbeiterbezirk, heute mit einer gemischten Bevölkerungsstruktur, vielen Migranten, einer starken türkischen community. Ehrmann lebt mit Frau und Kindern mittendrin – als Journalist bloggt und schreibt er seit Jahren Wedding-Reportagen. Menschen, die er hier aus dem „Späti“, dem Supermarkt oder dem Box-Gym kennt, wurden zu Vorbildern für seine Romanfiguren. Leute, deren Sprache so knapp, direkt und rau ist wie ein Rapp. Ist der Wedding ein Labor für Integration? Oder doch eher Kampfzone? Tobias Schlegl hat sich mit Johannes Ehrmann auf einen „Nightfight“ verabredet.

Auf der aspekte-Bühne: Aurora

Wer Aurora einmal live singen erlebt hat, wird sich an den Auftritt erinnern. Und zwar aus mehreren Gründen: sie ist jung, sie sieht sehr "nordisch" aus, sie verfügt über eine ausdrucksstarke Körpersprache, sie hat eine erstaunliche Stimme, die selbst in der extremen Höhe kräftig bleibt - ein musikalisches Erlebnis der Extraklasse. Musik ist für Aurora das beste Mittel um sich selbst zu finden und sich auszudrücken, so sagt sie selbst - und eigentlich schreibt sie alle Songs für sich. Sie sind sehr persönlich - und es braucht seine Zeit, bis sie sie mit ihren Zuhörern teilen kann.. Umso schöner, dass sie doch einige Songs auf ihrem ersten Album "All My Demons Greeting Me As a Friend" mit uns teilt.

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