aspekte vom 10. März 2017

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Kultur | aspekte - aspekte vom 10. März 2017

U.a.: Krach zwischen Türken und Deutschen - Eine Beziehungsgeschichte; Trumps Krieg gegen die Presse - Wie sich die Journalisten wehren; Arno Franks rasantes Romandebüt - Der eigene Vater - ein Hochstapler; Zu Gast: Arno Frank; Live: Helge Schneider

Beitragslänge:
41 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 09.03.2018, 23:59
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Trumps Krieg gegen die Presse

Wie sich die Journalisten wehren

Für US-Präsident Trump ist die Frontlinie klar: Nicht die Demokratische Partei ist der Gegner, sondern Presse und kritische Öffentlichkeit. Wer ihn kritisiert, bekommt den ganzen Zorn des Weißen Hauses zu spüren. Beschimpfungen, Drohungen, Verweigern demokratischer Spielregeln - damit versucht die Administration ihre Gegner mundtot zu machen. Wie agieren die betroffenen Journalisten in diesem Umfeld, wie wirkt sich das auf die Arbeit der vierten Gewalt aus?

Krach zwischen Türken und Deutschen

Eine Beziehungsgeschichte

Der türkische Staatschef und seine Minister übertreffen sich in ihren repetitiven Nazi-Vergleichen. So schlecht war’s noch nie: das Verhältnis zwischen der Türkei und Deutschland. aspekte wagt einen historischen Rückblick auf die Beziehungen der beiden Länder und fragt sich: Warum haben viele Türken keine Lust, sich zu integrieren? Wie kommt es, dass der türkische Wahlkampf zum alles entscheidenden Referendum nach Deutschland schwappt? "Wir müssen ,Nein‘ sagen zu dem Versuch, Deutsche und Türken zu spalten", so die Soziologin Necla Kelek. Sie, der Islamwissenschaftler Udo Steinbach sowie die Politologin Devrimsel Deniz Nergiz helfen uns, die Lage zu verstehen.

Arno Franks rasantes Romandebüt

Der eigene Vater - ein Hochstapler

Der eigene Vater - ein Hochstapler. Wie es sich anfühlt, wenn die Mutter dem kleinen Bruder den Mund zu hält, weil der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht. Wie man lernt, richtig zu lügen und ordentlich zu klauen. Was es heißt, ständig und monatelang auf der Flucht zu sein. Das alles weiß Arno Frank. Er hat seine Geschichte aufgeschrieben: "So, und jetzt kommst du" erzählt die Flucht einer Familie aus dem kleinbürgerlichen Heim in Kaiserslautern durch halb Europa. Grandiose Momente des Luxus in Frankreich, Hunger und endloses Warten in Portugal. Arno Frank schreibt ohne Wut. Poetisch, bildstark und mit lakonischem Humor.

Gesprächsgast im Studio: Schriftsteller Arno Frank (Termine Lesereise hier)

Auf der Bühne: Helge Schneider (Tourdaten hier)

Vermisst: Der Turm der blauen Pferde

Künstler zu Franz Marcs Meisterwerk

"Vermisst - Der Turm der blauen Pferde" im Berliner Haus am Waldsee (bis 6.6.) und in der Staatlichen Graphischen Sammlung München (bis 5.6.). Zwei investigative Ausstellungen über Franz Marcs sagenumwobenes Meisterwerk. 1913 gemalt, landete es 21 Jahre nach dem Kriegstod des Brücke-Künstlers in der Propagandaausstellung "Entartete Kunst" in München. Danach verschwand es ironischerweise in der Sammlung von Hermann Göring und ist seit 1945 verschollen. Wo ist es geblieben? Verschlossen im Safe eines anonymen Sammlers? Unwiederbringlich zerstört? Verschleppt nach Russland? In Berlin und München nähern sich zeitgenössische Künstler auf ihre Weise dem Kunstwerk, das angeblich 1945 zuletzt in dem Gebäude des heutigen Hauses am Waldsee gesehen wurde. Der Videokünstler Christian Jankowski zeigt in Berlin eine Leerstelle an der Wand und ein Video des nachgestellten Transportes des Bildes von den Staatlichen Museen, denen es einstmals gehörte, bis ins Haus am Waldsee. Norbert Bisky malte eine Version, um sie dann zu verbrennen. In München wird die Postkarte gezeigt, die Marc als Vorlage für das legendäre Werk diente und weitere zeitgenössiche Positionen, darunter Peter Kilper, der einen Druckstock mit einem Leopardpanzer herstellte. Franz Marc war schillerndes Mitglied des 'Blauen Reiters' und fiel 1916 im Ersten Weltkrieg. München als Stadt des 'Blauen Reiters' und Berlin als letzter Aufenthaltsort des Bildes liefern den Rahmen für ein ambitioniertes und vielschichtiges Ausstellungsprojekt. aspekte schaut auch nach Kochel am See, wo der Maler lebte und viele seiner Bilder malte - und wo die Pferde noch heute mit der Landschaft harmonieren. (Franz Marc Museum in Kochel a. See)

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