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Schöne, neue Arbeitswelt

Wie wollen wir arbeiten und leben? aspekte vom 11. Juni 2021 - mit Katty Salié

Homeoffice - Notlösung oder Zukunft? Nur ein Frage des guten Willens?; Co-Working auf dem Land; New Work: Transparenz und Teilhabe - Unternehmen, die es besser machen; Wandel im Theater - Die Zukunft ist (auch) digital!; Musik: Jeremias

44 min
44 min
11.06.2021
11.06.2021
UT
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 11.06.2022

Homeoffice - Notlösung oder Zukunft?

Nur ein Frage des guten Willens?

Homeoffice ist für manche der Inbegriff privater und dienstlicher Freiheit, im technisch gut ausgestatteten Arbeitszimmer, im schattigen, wahlweise auch sonnigen Garten, zu Wasser oder an Land: eine flexible, neue Arbeitswelt. Und auch manche Arbeitgeber aus Handel und Industrie freuen sich dauerhaft über diese Form moderner Heimarbeit. Sie hoffen darauf, nach der Pandemie Büro-Arbeitsplätze im zweistelligen Bereich einzusparen. Doch für viele Beschäftigte ist es auch eine zusätzliche Belastung in Corona-Zeiten: Eltern pendeln zwischen Homeoffice und Homeschooling, ohne ausreichend Raum für sich selbst. Wir sprechen mit Mareice Kaiser über "Das Unwohlsein der modernen Mutter", die nicht überall nur halb, sondern ganz irgendwo sein möchte. Die Soziologin Bettina Kohlrausch mahnt, bestimmte Bevölkerungsgruppen werden so dauerhaft abgehängt. Homeoffice, sagt sie, sei vor allem die Lösung Besserverdienender. Wer arm ist, hat diese Flexibilität nicht beim Broterwerb. Wohin kann und wie sollte sich unsere Arbeitswelt in der Zukunft entwickeln und wie wichtig ist der Wunsch nach Work-Life-Balance? Darauf weiß die Philosophin Lisa Herzog Antworten.

Co-Working auf dem Land

Wie wollen wir arbeiten und leben?

Co-Working – was in den hippen Szene-Vierteln der Metropolen begann, hat sich in Großstädten längst als Arbeitsform etabliert. Aber wie sieht es damit eigentlich im ländlichen Raum aus? Könnten Co-Working-Spaces nicht gerade dort eine Alternative bieten zur täglichen Pendelei in die nächste Stadt? Dabei helfen, Landflucht zu verhindern oder gar Menschen aus der Stadt aufs Land locken? Vielerorts testen inzwischen Gemeinden, Genossenschaften und auch private Anbieter, wie sich die Idee des gemeinschaftlichen Arbeitens abseits der großen Städte umsetzen lässt. Katty Salié hat unterschiedliche Modelle besucht.

New Work:Transparenz und Teilhabe

Unternehmen, die es besser machen

Nine-to-Five im Büro, Arbeit nach Ansage und intransparente Bezahlung waren gestern. Heute sind im Job flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, flache Hierarchien und transparente Gehaltsstrukturen angesagt. Die Arbeitswelt steht vor einem Paradigmenwechsel. Immer mehr Arbeitgeber*innen wollen ihre Arbeitskultur an die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden anpassen. Ganz nach der Devise: Wer gerne arbeitet, arbeitet besser. Klingt gut. Aber wie lässt sich das in die Realität umsetzen? Und wie sind New Work und Wirtschaftlichkeit miteinander zu vereinbaren?

Gespräch und Musik

Gesprächsgäste: Janina Kugel und Joana Breidenbach

Musik: Jeremias mit "Golden Hour"

Das neue Dienstleistungsproletariat

Schöne, neue Arbeitswelt?

Schöne Neue Arbeitswelt. "New Work". Oder auch "Arbeit 4.0". Klingt alles irgendwie verheißungsvoll. Hinzu kommt, dass die deutsche Wirtschaft offenbar glimpflich durch die Pandemie kommt und die Arbeitslosenzahlen "im Rahmen" bleiben - also alles auf Kurs bei Wohlstand und Beschäftigung. Oder? Mitnichten. Die Zeiten von "Wohlstand für Alle" sind lange vorbei. Wie konnte es soweit kommen? Auskunft gibt zum Beispiel Julia Friedrichs. In ihrem neuen Sachbuch "Working Class" lässt die Autorin und Journalistin stellvertretend einige derer zu Wort kommen, die in den Medien und ihrer Darstellung oftmals durchs Raster fallen. Friedrichs beschreibt nichts geringeres als eine Zeitbombe – sie tickt mit dem Herannahen der Rente für die Generation der "Boomer". Und wie ist das mit der "Arbeit 4.0", den zigtausend kreativen neuen Jobs in der zunehmend durchdigitalisierten Gesellschaft, von denen immer wieder zu hören ist? In einem gewerkschaftsbefreiten Arbeitsmarkt, grenzenloser RundumdieUhr-Verfügbarkeit eines digitalen Sklavenheeres auf allen Kontinenten, ist für einen zunehmenden Teil der Beschäftigten jegliche Form von sozialer Sicherung eine Utopie.

Digitaler Wandel im Theater

Die Zukunft ist (auch) digital!

Zuschauer*innen, die einem Schauspieler-Avatar gegenüber sitzen, Opernbesucher*innen, die per 3D-Brille mit Eurydike in die Welt des Orpheus hinabtauchen oder ein Roboter-Ballett, das durch eine VR-Brille erst richtig erfahrbar wird - das Theater sucht nach neuen zeitgemässen, oft digitalen Ausdrucksformen. Die Corona-Zeit hat diese Entwicklung noch einmal beschleunigt. Theater-Live-Streams sind nur der Anfang, viele Theater gehen einen Schritt weiter - hin zu mehr Digitalität. 15 deutschsprachige Theater haben bereits ein digitales Netzwerk gegründet, um in dieser Hinsicht miteinander zu kooperieren.

Stab

  • Moderation - Katty Salié
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