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Kultur und Kungelei: Warum europäische Kulturhauptstädte in der Kritik stehen

Temeswar/Timișoara und Novi Sad

Warum sind viele lokale Kulturschaffende enttäuscht von den Bewerbungsverfahren? Warum sind sie so umstritten und schwierig? Warum brauchen Bewerberstädte zur Bewältigung der Verfahren sogar professionelle Beratung?

44 min
44 min
16.07.2021
16.07.2021
UT
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.07.2022

Kultur und Kungelei: Warum europäische Kulturhauptstädte in der Kritik stehen

Temeswar/Timișoara und Novi Sad

Der EU-Titel "Kulturhauptstadt Europas" ist begehrt, denn er sichert finanzielle Zuschüsse, Publicity und Touristenströme. Moderator Jo Schück recherchiert im rumänischen Temeswar/Timişoara und im serbischen Novi Sad, die 2023 beziehungsweise 2022 den Kulturhauptstadt-Titel tragen. Temeswar/Timişoara und Novi Sad waren Teil der k.u.k-Monarchie. 2021 sollten sie gemeinsam Kulturhauptstadt Europas werden, pandemiebedingt mussten sie ihr Kulturhauptstadt-Programm verschieben.

Vor Ort erkundigt sich Jo Schück nach dem Stand der Vorbereitungen. Er trifft auf Vorfreude, Hoffnung, aber auch Chaos und Ernüchterung. Im serbischen Novi Sad spricht er zum Beispiel mit der Kuratorin des dortigen Museums für zeitgenössische Kunst, erkundet mit einem Ex-Rockmusiker und Clubbesitzer ein Stadtviertel. Er konfrontiert den Verantwortlichen für die Europäische Kulturhauptstadt Novi Sad (2022), Nemanja Milenkovic, mit der Kritik aus der lokalen Kulturszene.

In Temeswar/Timişoara, Europäische Kulturhauptstadt (2023), begegnet er unter anderem Dominic Fritz. Der gebürtige Deutsche und ehemalige Büroleiter von Bundespräsident Horst Köhler ist seit Oktober 2020 Bürgermeister der westrumänischen Stadt, dem "Wien Rumäniens". Der ersten Euphorie sei zwar die harte Realität gefolgt, erzählt Fritz, aber er blickt mit Optimismus auf das Jahr 2023.

aspekte ergründet, warum sich die Bewerberstädte professioneller Berater und Beraterinnen bedienen. Dieselben Personen wechseln im Lauf der Zeit ihre Funktion, entscheiden als Jurymitglieder über die Bewerbungen der Städte und sind teils sogar mit eigenen Kooperationsprojekten mit den Bewerberstädten verbunden. Kulturwissenschaftlerin Kristina Jacobsen bemängelt die fehlende Transparenz. Sie schade dem Renommee des europäischen Titels, und fordert Reformen. Denn für sie ist die Idee der Kulturhauptstädte eine der begeisterndsten und erfolgreichsten kulturellen Projekte Europas, die es wert sei, erhalten und weiterentwickelt zu werden.

Stab

  • Moderation - Jo Schück
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