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aspekte vom 18. Januar 2019

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Muslima bei der Bundeswehr - Soldatin Nariman Hammouti-Reinke; Attentat auf Danziger Bürgermeister - Woher kommt der Hass?; "Yuli" - Ballett-Star wider Willen - Film über den Tänzer Carlos Acosta; Live: AnnenMayKantereit mit "Weiße Wand"

Beitragslänge:
38 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 18.01.2020

Muslima bei der Bundeswehr

Soldatin Nariman Hammouti-Reinke

Was läuft schief in der Bundeswehr? Und warum ist es wichtig, daran etwas zu ändern? Neonazis, sadistische Offiziere, Skandale - bei Vielen herrschen solche Assoziationen vor, wenn von der Bundeswehr die Rede ist. Nariman Hammouti-Reinke weiß: Das ist nicht das ganze Bild, sondern nur ein Bruchteil dessen, was die Bundeswehr ausmacht. Sie ist Muslima und seit 2005 bei den deutschen Streitkräften. Ihr Buch "Ich diene Deutschland" ist ein Plädoyer für die Bundeswehr und erläutert gleichzeitig, warum diese sich ändern muss. Hammouti-Reinke wurde 1979 als Kind marokkanischer Eltern bei Hannover geboren. Sie war zwei Mal im Afghanistan-Einsatz und ist dient heute als Leutnant zur See. Als Vorsitzende des Vereins 'Deutscher.Soldat.eV' engagiert sie sich in der "Kommission für Migration und Teilhabe des Niedersächsischen Landtags" aktiv für eine moderne Integrationspolitik in Deutschland. Sie fordert, sich ohne ideologische Scheuklappen mit dem auseinanderzusetzen, was die Bundeswehr tut und sucht nach Ursachen für die Verachtung, die den Soldaten entgegenschlägt. Und wo liegt dabei die gesellschaftliche Verantwortung jedes Einzelnen?

Revolution versus Demokratie?

Politikerinnen und Rosa Luxemburg

Was bleibt von Rosa Luxemburg? Ist sie mehr als eine linke Ikone? 100 Jahre nach ihrer Ermordung denken drei Frauen über sie nach, die selbst Politik machen: Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth von den Grünen, die Fraktionsvorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, und die DDR-Bürgerrechtlerin und Merkel-Unterstützerin Freya Klier. Im Zentrum die Frage: Revolution oder Parlamentarismus - wo stand Rosa Luxemburg wirklich? Und wie sehen wir sie heute?

Attentat auf Danziger Bürgermeister

Woher kommt der Hass?

Der Mord an Danzigs Bürgermeister Pawel Adamowicz erschüttert Polen und spaltet die Gesellschaft. Einmal mehr zeigt sich, wie Hetzreden und das Aufheizen des politischen Klimas aus Worten schreckliche Taten entstehen lassen. Der Täter, ein verurteilter Krimineller, suchte sich ausgerechnet den liberalen Demokraten Adamowicz als Schuldigen für sein Elend - in einer Zeit, da die regierende PiS-Partei nach und nach die Kontrolle über Medien, Justiz, Museums- und Kulturpolitik, Geschichtsdeutung und Filmproduktion übernimmt. aspekte fragt polnische Künstler und Intellektuelle nach dem Zustand der Gesellschaft.

Gast und Musik im Studio

AnnenMayKantereit
Quelle: AnnenMayKantereit/Martin Lamberty

Auf der Bühne: AnnenMayKantereit mit "Weiße Wand"

Takis Würger: Stella. Roman
Quelle: Hanser

Im Gespräch: Takis Würger mit seinem Roman "Stella" -- Berlin 1942: Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt: Wird sie, um ihre Familie zu retten, untergetauchte Juden denunzieren? Ihre Entscheidung stellt Friedrich vor eine unmögliche Wahl. Takis Würgers neuer Roman basiert auf der wahren Geschichte von Stella Goldschlag. Ihr Leben hat ihn fasziniert: "Stella Goldschlag musste als junge Frau Entscheidungen treffen, die so grauenhaft und komplex waren, wie ich sie hoffentlich nie treffen muss." Der Roman wird derzeit hart kritisiert, unter anderem mit der unterschwellligen Frage: Können, dürfen Juden auch Täter sein, darf man über ein so komplexes Thema einen Unterhaltungsroman schreiben?

Karriere als Komponist und Dirigent

Matthias Pintscher zu Gast in Berlin

Er ist 47 Jahre alt, deutsch und Professor für Komposition an der Juilliard School in New York - dem weltweit führenden Institut für Musikausbildung. Als Komponist gehört Matthias Pintscher zu den international Erfolgreichsten seiner Generation. Gerade hat er die Uraufführung von "Violetter Schnee" an der Berliner Staatsoper dirigiert. Daniel Barenboim hat ihn aber auch mit einer Neukomposition beauftragt: ein Werk für Klavier und Orchester. Am 20. Januar wird das Pierre Boulez Ensemble sie zusammen mit Barenboim am Klavier im Pierre Boulez Saal uraufführen. Zwei Stars der Szene und zwei Musikergenerationen treffen aufeinander. Pintschers Werdegang als Komponist verlief im Zeitraffertempo: Nach ersten Kompositionsstudien im Alter von 17 Jahren schaffte er 1997 mit 26 Jahren seinen Durchbruch bei den Salzburger Festspielen mit der Uraufführung seiner "Fünf Orchesterstücke" durch das Philharmonia Orchestra London sowie mit zwei Quartettkompositionen, gespielt vom Arditti-Quartett. Mittlerweile ist das Dirigieren für ihn mindestens genauso wichtig wie das Komponieren neuer Musik.

"Yuli" - Ballett-Star wider Willen

Film über den Tänzer Carlos Acosta

Das hatte vor ihm noch keiner geschafft: Carlos Acosta, der Junge aus dem ärmlichen Havanna, der Sohn eines LKW-Fahrers und von diesem mit dem Kosenamen "Yuli" nach einem Gott der kubanischen Naturreligion benannt – dieser Carlos hatte ein Talent wie kein zweiter: Tanzen. Es dauerte ein paar Jahre, schwierige Jahre, und dann war er der erste schwarze Superstar des Ballett, der erste "Romeo" am Royal Ballett zu London. Im Biopic "Yuli" der Spanierin Iciar Bollain spielt Acosta - in England längst eine Art Popstar - nun sich selbst. Es ist die Lebensgeschichte eines klassischen Tänzers, der eigentlich lieber keine ‚Schwuchtel‘ sein und auf den Straßen HipHop tanzen wollte. Und der, wie er selbst sagt, wohl einzige Mensch in seiner Heimat, der nie fort wollte – und doch zum Globetrotter von Bühne zu Bühne wurde. "Yuli" erzählt aber auch vom tristen Leben in Kuba jenseits der touristischen Pfade und von einem jahrelangen Vater-Sohn-Konflikt – ohne den es den Weltstar Carlos Acosta nie gegeben hätte. Über all dem schwebt eine Kamera, die den Zuschauer Tanz in einer Intensivität erleben lässt, wie es sonst wohl am ehesten live gelingt.

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