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aspekte vom 19. Januar 2018

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Kultur | aspekte - aspekte vom 19. Januar 2018

u.a.: #metoo in Deutschland, "Olga" - Bernhard Schlinks neuster Roman, Georg Baselitz zum 80., die Autobiografie von "Iron Maiden"-Sänger Bruce Dickinson, Gäste: Schriftsteller Bernhard Schlink, Filmemacherin Feo Aladag, Musik: Donots

Beitragslänge:
41 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 18.01.2019, 23:14

#metoo - in Deutschland

Ist das Bademantel-Casting passé?

Die #metoo Debatte ist in Deutschland angekommen. Es gibt Anschuldigungen gegen den prominenten Regisseur Dieter Wedel. Er soll gegenüber zwei Schauspielerinnen sexuell übergriffig geworden sein. Bewiesen ist dies nicht. Dieter Wedel bestreitet die Vorwürfe. Jetzt melden sich Schauspielerinnen, die Wedel Schikane am Set vorwerfen, wie Iris Berben und Brigitte Karner. Dieter Wedel hat sich dazu bislang nicht geäußert. Wie ist mit den Missbrauchsvorwürfen umzugehen, welche Rolle spielen Abhängigkeit und Machtmissbrauch dabei? Wie entwickelt sich die aus Amerika kommende Diskussion hier in Europa weiter? Und was unternimmt die Filmbranche? Der Regieverbund und die Schauspielergewerkschaft bereiten eine Beschwerdestelle und einen Verhaltenskodex vor. Wir haben mit der Schauspielerin Brigitte Karner gesprochen, die in den 90er Jahren mit Dieter Wedel gedreht hat. Sie berichtet uns von ihrem „Wedel-Trauma“, er habe sie erniedrigt und gedemütigt, weil sie ihm nicht gefällig geworden sei, weil sie nicht auf seine Avancen einging.

Bernhard Schlinks neuster Roman

"Olga": eine Liebe in Deutschland

Cover des Romans "Olga" von Bernhard Schlink
Bernhard Schlink: "Olga"; Diogenes-Verlag; 320 S. Quelle: Diogenes Verlag

Für den Juristen war das Schreiben zunächst nur ein Hobby: doch mit seinem Roman „Der Vorleser“ wurde Bernhard Schlink vor 20 Jahren weltberühmt. Sein aktueller Roman „Olga“ ist wieder eine Reise in die deutsche Vergangenheit – diesmal wie ein Blick in ein deutsches Familienalbum: faszinierend fremd und vertraut zugleich. Im Zentrum steht ein armes Waisenmädchen, das sich eigenwillig und stark durchs Leben kämpft: Olga verwirklicht ihren Lebenstraum und wird Anfang des 20. Jahrhunderts Lehrerin in einem Dorf in Ostpreußen. Sie bleibt sogar mit ihrer großen Liebe Herbert zusammen, dessen Familie eine Heirat verhindert. Und doch spiegelt sich in ihrem Leben die schuldbeladene deutsche Geschichte: ihr Geliebter will hoch hinaus, sein Traum ist Deutschlands Größe. Aber auch Olga hütet ein Geheimnis. Über seinen rasanten Ritt durch das 20. Jahrhundert in Deutschland spricht Katty Salié mit Bernhard Schlink im Studio.

Gesprächsgäste:

Schriftsteller Bernhard Schlink und Produzentin und Regisseurin Feo Aladag

Iron Maiden - Sänger Bruce Dickinson

Vom Rocker zum Motivationsredner

Cover der Autobiografie "What Does This Button Do?" von Sänger Bruce Dickinson
Bruce Dickinson: "What Does This Button Do?" - Die Autobiografie; Heyne-Verlag (22.01.18), 448 S. Quelle: Heyne-Verlag

Selten war der Titel „Multi-Tasker“ passender: Der Mann ist eigentlich Rock-Musiker, berühmt seit Jahrzehnten, es geht um Havy Metal. Aber welcher internationale „Act“ hat schon einen eigenen Piloten, einen Kopf der Band, der die Musiker in der eigenen „Ed-Force One“-747 rund um den Globus fliegt? Und dieser Pilot - recht passend in einer Branche, in der die Party zum Programm gehört – sich auch als Bierbrauer betätigt? Unternehmertum liegt ihm ebenso am Herzen wie die Bühne, seine Band „Iron Maiden“ mit ihrem weltberühmten Gitarren-Riff. Darum ist Bruce Dickinson, der Boy aus sehr einfachem britischem Elternhaus, mittlerweile auch gefragter „Keynote-Speaker“ bei Treffen internationaler Top-Entscheider. Nun hat der Mann (Jahrgang 1958), der seit über 35 Jahren vorne an der Bühnenrampe steht, eine Autobiographie geschrieben: selbstironisch, unterhaltsam, voller Einblicke. Der englische Titel spielt passend mit der großen Neugier dieses Multi-Taskers: „What Does This Button Do?“

Georg Baselitz zum 80.

Die Kunst auf den Kopf gestellt

Er ist der Maler mit den kopfstehenden Bildern - Georg Baselitz, einer der letzten deutschen Großkünstler. Auch mit 80 (Geburtstag: 23.01.1938) zeigt er keine Schwäche. Seit 60 Jahren macht er Kunst und erfindet sich dabei ständig neu. Ein Rebell zwischen Ost- und Westdeutschland, der sich selbst renitent nennt. Wut sei ein Antrieb seiner Kunst. Seine Spezialität: Poltern  gegen Zeitgeist und Konventionen -  mit Worten und noch besser mit durschlagender Malerei. Er hat sich oft unbeliebt gemacht, meist zugunsten der eigenen Aufmerksamkeit. Sein Werk ist - typisch deutsch - gigantisch. Mit Fleiß und Hartnäckigkeit hat er sich durchgesetzt - und mit dem unbändigen Glauben an Bilder und sich selbst. Seit Ende der 60er malt er seine Bilder kopfüber, wofür man ihn heute kennt und die Kunstgeschichte ihn schon jetzt dick in den Büchern führt. Baselitz hat viel Deutsches verarbeitet, gequälte Helden in schlammigen Farben, Adler, die ins Blau stürzen. Und er hat immer wieder seine Malweise geändert, oder eigene Bilder neu gemalt. Das Erstaunlichste von Allem: Baselitz malt noch immer. Das Spätwerk ist sehr wolkig, aber immer noch groß. Georg Baselitz wird nun in mehreren Ausstellungen geehrt. aspekte  trifft ihn in der Fondation Beyeler in Riehen, die 100 Werke von ihm zeigt - aus gegebenem Anlass.

Musik im Studio

Die Donots mit "Keiner kommt hier lebend raus"

Die Mitglieder fünf der Band "Donots" stehen vor einer Wand.
Ihr erstes Album haben die Donots vor über 20 Jahren veröffentlicht. Das neueste "Lauter als Bomben" ist am 12. Januar heraus gekommen. Quelle: Solitary Man Records
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