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aspekte vom 19. Juli 2019

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Antonio Banderas im neuen Pedro-Almodóvar-Film; Ende des Autos: Vision oder Utopie? Karriereplanung in der Klassikwelt: Das Verbier Festival; Zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci; Die Hohenzollern und ihr Erbe; Live: Jade Bird

Beitragslänge:
42 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 18.07.2020

Antonio Banderas

Der Latin Lover erfindet sich neu

Er ist Hollywoods liebster Spanier und ein Weltstar: Antonio Banderas. Ein Leben lang war er auf die Rolle des Latin Lover abonniert, füllte die Seiten von Gala und Bunte eher als die seriöse Filmkritik. Die gerät nun kollektiv ins Schwärmen. In Cannes wurde Banderas bereits als Bester Darsteller ausgezeichnet. Nun verneigt sich auch das Filmfest München vor ihm. Denn in seinem neuen Film „Leid und Herrlichkeit“ wächst der Sunnyboy über sich hinaus. Und das liegt an Pedro Almodóvar. Seit 40 Jahren sind die beiden enge Freunde. Almodóvar hat ihn entdeckt, gefördert und immer wieder besetzt. In seinem neuen Film hat er ihm eine intime Rolle anvertraut. Banderas spielt einen kränkelnden Filmregisseur, unverkennbar das Alter Ego des Regiestars.
Kinostart: 25.07.2019

Das Ende des Autos

Wie sieht Mobilität in Zukunft aus?

Vollgestopfte Straßen, Abgase, vollgeparkte Randstreifen und viele Verkehrstote. Unsere Städte sind nicht gemacht für das Auto. Zumindest nicht für so viele. Sie schaffen eine Reihe von Problemen: Umweltprobleme, Gesundheitsprobleme, Platzprobleme. 154 Stunden stecken Autofahrerinnen und – fahrer in Berlin pro Jahr im Stau. Doch Radfahren als Alternative? In Berlin oder Köln fühlt sich das oft an wie ein Überlebenskampf. Und auf dem Land? Da ist die Infrastruktur oftmals so schwach, ohne das Auto wären ländliche Regionen abgehängt von der Gesellschaft. Welche Rolle wird das Auto in der Zukunft noch spielen? Hat es überhaupt eine Zukunft? Welche Strategien braucht es? Denn eins ist sicher: Es braucht eine rasante Verkehrswende.

Gast und Musik im Studio

Claudia Kemfert
Quelle: dpa

Im Gespräch: Claudia Kemfert

Die Wirtschaftswissenschaftlerin leitet die Abteilung "Energie, Verkehr, Umwelt" am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und ist Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance in Berlin.

Auf der aspekte-Bühne: Jade Bird

Musiker im digitalen Zeitalter

Karriereplanung beim Verbier-Festival

Workshop mit Alpenkulisse: Wie können junge Musiker ein Publikum gewinnen, wenn die klassischen Tonträger nicht mehr zur Verfügung stehen? Die eigene CD bei einem renommierten Label wie Deutsche Grammophon oder Sony Classical zu veröffentlichen - dieser alte Traum wird zunehmend Vergangenheit. Längst hat das Streaming die Plastikscheiben abgelöst. Das schweizerische Verbier-Festival (18.07. - 03.08.2019) macht in diesem Jahr erstmalig den Versuch, junge Talente durch eine enge Kooperation mit der Streaming-Plattform IDAGIO an die digitale Öffentlichkeit heranzuführen. Ausgewählten Festival-Konzerten sowie Auftritte der Verbier Festival Academy wird eine internationale Bühne geboten. Musiker werden schon zu Beginn ihrer Karriere digital verfügbar und hörbar gemacht, mit sofortiger und globaler Reichweite. Als ein großer Workshop für klasssische Musik mit Alpenkulisse hat das VERBIER FESTIVAL vor einem Vierteljahrhundert begonnen. Inzwischen ist es ein Höhepunkt im sommerlichen Musikbetrieb. Auch in diesem Jahr verzeichnet der schweizerische Ski-Ort ein Aufgebot an Klassik-Prominenz: Von Valery Gergiev, Arcadi Volodos, Thomas Hampson, Grigory Sokolov bis Joshua Bell und András Schiff. Allerdings sind diese großen Namen nicht nur ein Glamour-Faktor der sinfonischen und kammermusikalischen Konzerte, sondern vor allem Bestandteil eines musikpädagogischen Projekts, in dem junge Musiker an der Seite dieser Stars ihre ersten Karriereerfahrungen machen sollen.

Leonardo da Vinci

Dekonstruktion eines Universalgenies

Kein anderer Renaissance-Künstler wurde – und wird jetzt zu seinem 500. Todestag – mehr gefeiert als Leonardo da Vinci. Doch haken skeptische Zeitgenossen auch immer genauer nach, wenn es um Leonardo geht. Der berühmte Mona-Lisa-Effekt – das Portrait scheint uns mit den Augen zu verfolgen – stimmt. Nur ausgerechnet bei Leonardos berühmtestem Frauenbild nicht, wie Kognitionsforscher von der Universität Bielefeld nachweisen konnten: Dafür fehlen dem Radius von Mona Lisas Blick ungefähr 5 Grad. Auch Leonardos Geburtshaus in Vinci, seit langem ein Pilgerort, erweist sich als bloße Fama. Jetzt sind auch an Leonardos Erfindungen Zweifel angebracht, wie Matthias Eckoldt in seiner Aufklärungsschrift „Leonardos Erbe“ belegt. Kein einziger Prototyp, ob Schwingenflugzeug, Wasserläufer oder Leonardos Panzer, wurde je gebaut. Und kaum eine dieser „macchine“ würde funktionieren. Bleibt am Ende gar nichts vom Mythos des großen Universalgenies? Doch, meint die Kunsthistorikerin Kia Vahland: Leonardos Blick auf die Frauen bleibt sein epochemachender Geniestreich.

Bescheidenheit ist eine Gier

Die Hohenzollern und ihr Erbe

Der Deutsche Adel ist nur noch ein Schatten seiner selbst: Welfen, Turn und Taxis und Co.– sie bevölkern seit Jahrzehnten bestenfalls die Klatschspalten und erheitern mit Skandalen und Affären. Nur die Hohenzollern, Nachfahren des letzten deutschen Kaisers hielten sich bisher vornehm zurück. Vorbei. Ururenkel Georg Friedrich Prinz von Preußen fordert tausende Gemälde als Eigentum zurück und Wohnrecht in diversen ostdeutschen Schlössern. Seit Jahren laufen hinter den Kulissen still und leise Verhandlungen, bis der Prinz den Bogen überspannte und seine Forderungen gezielt an die Öffentlichkeit gespielt wurden. Jetzt wird relativiert statt restitutiert.

  • Moderation - Katty Salié, Jo Schück
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