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aspekte vom 22. März 2019

Mit Katty Salié und Jo Schück von der Leipziger Buchmesse

Das deutsch-russische Verhältnis: Wieviel Verständigung ist möglich?; Gastland Tschechien auf der Buchmesse: Wie sehen Schriftsteller ihr Land?; Sind Birdwatcher Buddhisten? Buch zur Kunst der Vogelbeobachtung; Live: Tom Walker

Beitragslänge:
38 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 22.03.2020

Das deutsch-russische Verhältnis

Wieviel Verständigung ist möglich?

Wie tickt Russland, was treibt Putin? Der 'Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung' an Masha Gessen - für "Die Zukunft ist Geschichte – wie Russland die Freiheit gewann und verlor" - wirft auch die Frage auf, wo Deutschland in seiner Haltung zu Russland heute steht. An der Seite der USA mit harter Kante gegen Putin? Auf der Seite der Putin-Versteher und Autokraten-Freunde? Oder irgendwo dazwischen als Mittler zwischen den Systemen und Ideologien?

Gastland Tschechien auf der Buchmesse

Wie sehen Schriftsteller ihr Land?

Ein kleines Land mit großer intellektueller Tradition – so präsentiert sich Tschechien als diesjähriges Schwerpunkt-Land der Leipziger Buchmesse. Drei Generationen von Autoren - Kateřina Tučková, Pavel Kohout und Jaroslav Rudiš - geben Auskunft zu Vergangenheit und Zukunft ihres Landes und auch zum nicht immer einfachen deutsch-tschechischen Verhältnis.

Zu Gast: Die Schriftstellerin Peggy Mädler

Mit ihrem Roman: "Wohin wir gehen"

Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht, ist eine der Entdeckungen der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Eine Geschichte über das Älterwerden wie auch das Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen.

Auf der aspekte-Bühne in Leipzig:

Tom Walker mit "Just You and I"

Sind Birdwatcher Buddhisten?

Ein Buch zur Kunst der Vogelbeobachtung

Arnulf Conradis "Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung" ist ein Werk zum Artensterben. Nach den 1,5 Millionen Unterschriften in Bayern ist das Thema jetzt hochaktuell. Conradis Anliegen ist aber vielmehr die Frage, wie man "die Zeit dehnt", wie man vom ständigen zerstreuten Geplapper der Gedanken zum Nachdenken findet. Das alles verbindet er mit verblüffenden Naturbeobachtungen und Audio-Tracks. Beim Artensterben verliert man nicht nur Honig, Bestäuber und Biodiversität, sondern auch noch etwas anderes, was uns Menschen das Leben erst lebenswert macht.

Zu Gast: Der Historiker Frank Biess

Mit seinem Sachbuch: "Republik der Angst"

"Hilfe, unser Wald stirbt!" Eine regelrechte Hysterie war in den 80er Jahren in Deutschland ausgebrochen. Das Waldsterben versetzte die Menschen in Angst und Schrecken. Damals begann man auch in den USA, von der "German Angst" zu sprechen. Der Wald ist dann doch nicht gestorben. Wohl auch wegen der Gegenmaßnahmen, die damals getroffen wurden. Der Historiker Frank Biess untersucht in einer anschaulichen Studie "Republik der Angst", wie wichtig Angst für die Geschichte der Bundesrepublik war. Biess lehrt in Kalifornien, was ihm einen Blick von außen ermöglicht. Er hat interessante Entdeckungen gemacht: Nach 1945 zum Beispiel hatten die Deutschen Angst davor, die Überlebenden des Holocaust könnten Rache an ihnen üben. Diese Angst ist völlig in Vergessenheit geraten – genauso wie die Angst vor der Automatisierung, die in der Zeit des Wirtschaftswunders aufkam. Mit den 68ern wuchs die Angst der linken Studierenden vor einem autoritären Staat und einer "faschistischen Repression", während das Bürgertum Angst vor einer Revolution hatte. Die Äußerung von Angst gehörte im Laufe der 70er Jahre auch zum guten Ton. In der Folgezeit kam es, wie Biess sagt, zu einer "Explosion der Angst", der Panik vor dem atomaren Supergau in den 80er Jahren. Vieles von dem hat sich nicht bewahrheitet. Aber: Die Angst, die die Menschen beherrschte, hatte durchaus auch eine für die Demokratie stabilisierende Wirkung, sagt Frank Biess.

Bücher der Sendung

  • Moderation - Katty Salié, Jo Schück
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