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aspekte on tour vom 22. Mai 2020

Moderiert von Jo Schück

Israelkritik oder Antisemitismus? - Die Debatte um Achille Mbembe und BDS; Dokumentarfilm "Hope Frozen" - Muss man den Tod akzeptieren?; Malerin Katharina Grosse -Neue Ausstellung im Hamburger Bahnhof; Amüsantes Fotobuch: "Idiotensicher"; Musik: Celeste

Beitragslänge:
37 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 22.08.2020, in Deutschland, Österreich, Schweiz

Israelkritik oder Antisemitismus?

Die Debatte um Achille Mbembe und BDS

Ein schwarzer Mann steht an einem Rednerpult, schaut zur rechten Seite und gestikuliert während er spricht.
Achille Mbembe
Quelle: Daniel Bockwoldt

Der Fall Achille Mbembe spaltet Deutschland. Es ist ein Minenfeld - und das zurecht. Der geschichtliche Raum, der Kolonialismus und Nationalsozialismus, der jahrtausendealte europäische Antisemitismus und die israelische Politik gegenüber den Palästinensern umfasst - das alles kann keinen kalt lassen. Achille Mbembe hat in seinen Texten umstrittene historische Parallelen gezogen und er steht der BDS-Bewegung nahe, die der Bundestag als antisemitisch einstuft. Seine Einladung als Eröffnungsredner der - ausgesetzten - Ruhrfestspiele, lässt eine Debatte aufflammen, die aspekte sortiert.

Dokumentarfilm "Hope Frozen"

Muss man den Tod akzeptieren?

Jo Schück am Delphi Filmpalast in Berlin
Corona trifft die Filmbranche hart.
Quelle: ZDF/Jula Hoepfner

Corona trifft die Filmbranche hart. Die Kinos sind seit Wochen geschlossen, eine bundeseinheitliche Regelung zur Wiedereröffnung gibt es noch nicht. Und auch alle Filmfestivals mussten abgesagt werden. Das renommierte DOK.fest München aber findet gerade statt – online. Von den 121 Filmen aus 42 Ländern fasziniert einer ganz besonders: "Hope Frozen". Matheryn ist im Alter von zwei Jahren an einem Hirntumor gestorben – aber soll eines Tages wieder leben. In der Trauer über den tragischen Verlust seines Kindes hat sich ein thailändischer Wissenschaftler und Vater mit seiner buddhistischen Familie entschieden, alle Hoffnung in die sogenannte Kryokonservierung zu stecken: eine umstrittene Technologie, die seiner Tochter in einer unbestimmten Zukunft die Wiederaufnahme ihres Lebens ermöglichen soll. So liegt ihr Gehirn zurzeit eingefroren in einem amerikanischen Labor. Die Filmemacherin Pailin Wedel hat die Familie aus Bangkok begleitet und führt uns mitten ins Spannungsfeld zwischen rationaler Wissenschaft, privater Obsession und buddhistischer Spiritualität.

Gebeutelte Kunstmetropole Berlin

Flick Collection verlässt die Hauptstadt

Im "Hamburger Bahnhof", dem Berliner Museum für Gegenwartskunst, wurden bislang in wechselnden Ausstellungen Arbeiten namhafter Künstler wie Bruce Nauman und Isa Genzken aus der "Flick-Collection" gezeigt. Seit 2004 hatte der Sammler Christian Friedrich Flick den Staatlichen Museen zu Berlin als Dauerleihgabe rund 1500 Werke aus seinem Privatbesitz zur Verfügung gestellt.  Damit ist demnächst Schluss. Flick zieht seine Sammlung aus der Hauptstadt ab. Ein Desaster für den Kunststandort Berlin. "aspekte" fragt, wie es dazu kommen konnte.

Gast und Musik

Im Gespräch: Historikerin Ute Frevert zur aktuellen Antisemitismusdebatte

Celeste
Quelle: ZDF

Im Exklusiv-Video: Celeste mit "Stop this flame"

Malerin Katharina Grosse

Neue Ausstellung im Hamburger Bahnhof

Seit Mitte März verwandelt die Künstlerin Katharina Grosse mit ihrem Team die historische Halle des Hamburger Bahnhof- Museum für Gegenwart in Berlin sowie den Außenbereich hinter dem Gebäude in ein "expansives Bild". Wer Grosses Arbeiten kennt, weiß, dass die Frau mit ihrer Spraypistole raumgreifende, ortsspezifische Arbeiten erschafft, die die Malerei im 21. Jahrhundert in Frage stellen. Mit leuchtenden Farben überzieht sie alles, was sich ihr in den Weg stellt. Für ihre große Einzelausstellung hat sie sich die Hindernisse, die sie in der alten Ankunftshalle zum Strahlen bringt, selbst gebaut bzw. bauen lassen. Gigantische Styroporkörper, die in einer Spezialwerkstatt in Hannover angefertigt und dann mit über 30 LKW-Ladungen nach Berlin geschafft wurden, dienen ihr als Malfläche. Nach dem Motto "think big" geht es in Katharina Grosses Arbeiten inhaltlich und visuell immer um Grenzüberschreitungen. Um ein Sich-Hinwegsetzen und Sprengen von vorgefundenen Hindernissen und damit auch Sehgewohnheiten und Denkweisen. Sie schafft damit neue Räume, die den Blick auf das Vorgefundene verändern.

Amüsantes Fotobuch: "Idiotensicher"

Wie dumm kann man sich verhalten?

Idiotensicher - 150 Aktionen zum Nicht-Nachmachen, 160 Seiten, Dumont Buchverlag
Quelle: Dumont

Sie wollen Sofas in den Kofferraum eines PKWs stopfen oder verlegen elektrische Leitungen im Swimming Pool oder hängen sich für Reparaturarbeiten in schwindelnden Höhen kopfüber aus dem Fenster: die Protagonisten des kleinen Bildbands "Idiotensicher". Wie blöd können Menschen eigentlich sein und welche Motive haben die Akteure, fragt man sich. Sind sie nur dumm beziehungsweise dumm-dreist oder vielleicht doch auch ein bisschen erfinderisch? Ein kurzer Versuch über die Spielarten von Dummheit, Selbstüberschätzung und Leichtsinn.

  • Moderation - Jo Schück
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