aspekte vom 26. Januar 2018

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Kultur | aspekte - aspekte vom 26. Januar 2018

Zeitlos sexy: Grace Jones - Die Diva unmaskiert im Dok-Film; Die Krise der Linken als Chance - Ein neuer Gesellschaftsvertrag?; Simply Gursky: Deutschlands Star-Fotograf in London; Jemen - der vergessene Krieg: Warum der Westen nur schweigt; "Blutsbande" …

Beitragslänge:
45 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 25.01.2019, 22:59

Die Krise der Linken als Chance

Ein neuer Gesellschaftsvertrag?

Wie sieht linke Politik im Jahr 2018 aus? Eine Frage, mit der SPD, Grüne und Linke gleichermaßen ringen. Hat das damit zu tun, dass die CDU unter Angela Merkel womöglich viel sozialdemokratischer regiert, als sie selbst es zugeben würde? Doch auch wenn das vielleicht so ist: die gesellschaftliche Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Muss daraus nicht ein neues linkes Versprechen entstehen? Mit welchem Ziel und für wen? aspekte spricht darüber mit dem Verleger Jakob Augstein und der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot. Mehr soziale Gerechtigkeit und internationale Solidarität in Zeiten der Globalisierung - so lauten die Forderungen. Wir positioniert sich in diesen Punkten die SPD?

Zeitlos sexy: Grace Jones

Die Diva unmaskiert im Dok-Film

aspekte gab sie eines ihrer ersten Interviews: Grace Jones. Das war 1981. Damals wie heute: sie ist ein Original. Ihre schillernde und gelegentlich geradezu furchteinflößende Bühnenpräsenz beeinflusste viele namhafte Künstlerinnen - von Lady Gaga über Rihanna bis Miley Cyrus. Ende der 80er wurde es still um die Stil-Ikone des "Afro-Futurismus", doch 2012 kam es zum Comeback beim Jubiläum der britischen Queen - live vor dem Buckingham Palace. Und mancher Fan fragte sich, wie man die Welt eigentlich ohne sie ertragen konnte. Aufgewachsen ist Jones in einem unterdrückten Umfeld. Ein Zuhause ohne Fernsehen, ohne Radio oder Musik - dafür aber die Bibel und viele Schläge. Heute sagt sie: ihre Wut habe ihr die Kraft für ihre energetischen Auftritte gegeben – und tut das auch heute noch. Für ihren Dokumentarfilm "Bloodlight and Bami" begleitete Regisseurin Sophie Fiennes die Diva mehr als acht Jahre. Ob privat und ungeschminkt, ob als Künstlerin, Partygängerin oder auf den Spuren ihrer Familie in Jamaika – immer wirkt die mittlerweile fast 70-Jährige besonders, fast wie von einem anderen Stern. Doch sie verweist auch auf ihre irdische Seite: "I am human, man!" Unvergessen ihr berühmter Talk Show-Auftritt 1983, bei dem sie Moderator Russell Harty mehrfach einen über die Rübe zog. "Disrespect" - geht gar nicht. Jones: "Ich warne ja immer vor – wer dann aber nicht hört, ist selber Schuld." Nur wenige Künstler können ihr Publikum auch gebannt halten, wenn die Technik zusammenbricht oder das Licht ausfällt. Sie kann das: "Ich trete auf – auch ohne Schnickschnack. Die Bühne ist ein einsamer Ort … aber auch ein faszinierender.“ Einsam und faszinierend. Grace Jones.

Gast und Musik

Im Gespräch: Christian Felber, "Gemeinwohl"-Aktivist und Autor

Live: Till Brönner und Dieter Ilg mit "A Thousand Kisses Deep"

Jemen - der vergessene Krieg

Warum der Westen nur schweigt

Tod durch Bomben, Hunger, Cholera und jetzt auch Diphterie – im Jemen spielt sich zur Zeit eine der größten humanitären Katastrophen der Welt ab. Seit Beginn der "Operation Entscheidungssturm" vor drei Jahren sind nach UN-Angaben bereits zehntausend Menschen getötet worden, sieben Millionen stehen am Rande einer Hungersnot und eine Million Menschen leidet an Cholera. Und die "Weltöffentlichkeit"? Schaut selten mal in Richtung Jemen. Der Konflikt ist komplex - vor allem aber ist das Land abgeriegelt, ausländische Journalisten sollen nicht zuschauen bei diesem Stellvertreterkrieg Saudi-Arabiens gegen den Iran. Hilfsorganisationen schlagen Alarm – statt mehr Waffen muss eine diplomatische Lösung her. Was sonst? aspekte spricht mit dem jemenitischem Schriftsteller Galal Alahmadi über das tragische Schicksal seines Landes, mit Jürgen Todenhöfer, der den Jemen trotz Journalisten-Einreisestopp gerade besucht hat, mit dem Internationalen Roten Kreuz, Unicef und Ärzte ohne Grenzen - letztere sind trotz saudischer Blockade weiterhin im Jemen im Einsatz.

Texte von Galal Alahmadi unter weiterschreiben.jetzt

Simply Gursky

Deutschlands Star-Fotograf in London

Andreas Gursky, Deutschlands international renommiertester Foto-Künstler, zeigt ab dem 25. Januar 2018 in der Hayward Gallery an der Londoner Southbank seine erste große Retrospektive auf britischem Boden. Gurskys großformatig-spektakuläre Bilder porträtieren emblematische Orte und Szenen aus der globalen Ökonomie sowie unserem zeitgenössischen Leben. Die Ausstellung gibt anhand von 60 besonders wichtigen Arbeiten Gurskys - aus den 80er Jahren bis heute - einen Einblick in das Schaffen eines Künstlers, der die Grenzen seines Mediums kontinuierlich verschiebt.

Kampf auf dem Campus

Diskussion um Diskriminierung und Zensur

In letzter Zeit machen Universitäten vermehrt Schlagzeilen damit, dass zunächst angesetzte Diskussionsveranstaltungen wieder abgesetzt werden. Der Grund: Die Studentenschaft lehnt die (wissenschaftliche) Position des Redners ab. Zuletzt die des umstrittenen Polizeigewerkschaftschefs Rainer Wendt. Die Frankfurter Uni lud ihn nach Protesten wieder aus. Warum tun wir uns mit Kontroversen neuerdings so schwer? Warum ist die Abwehr so militant, wann fing das an? Und was erzählt dieser neue Pseudo-Konsens über uns?

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