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aspekte vom 26. Oktober 2018

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Streit in Dessau: Kuscht das Bauhaus vor Rechtsaußen? Gäste: Rainer Robra und Klaus Lederer; Ossis ohne Perspektive: Fremde im eigenen Land?; Cluesos aktuelles "Handgepäck": Streifzug durch die Welt; Büchnerpreis für Terézia Mora; Live: Bosse

Beitragslänge:
38 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 25.10.2019

Streit in Dessau

Im aspekte-Studio begrüßen Katty Salié und Jo Schück den Kulturminister von Sachsen-Anhalt & Vorsitzenden des Stiftungsrates Bauhaus Dessau Rainer Robra (CDU) und Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linkspartei), Vorsitzender des Bauhaus-Verbundes, zum Gespräch über den Streit in Dessau und die Frage: Kuscht das Bauhaus vor Rechtsaußen? Auch über das Thema "Wie weiter mit Ost-West?" werden Katty Salié und Jo Schück mit den beiden Politikern diskutieren.

Ossis ohne Perspektive

Fremde im eigenen Land?

28 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung: Seitdem über 20 Prozent der Ostdeutschen bei der letzten Bundestagswahl der Alternative für Deutschland ihre Stimme gaben, häufen sich die Fragen nach dem Warum. Die Berliner Soziologin Naika Foroutan etwa ist der Meinung, dass Ostdeutsche ähnliche Abwertungs- und Diskriminerungs-Erlebnisse machen wie Migranten in diesem Land. Eine These, die die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping höchstwahrscheinlich unterschreiben würde: Bei ihrer täglichen Arbeit bekommt sie von vielen Ostdeutscher angesichts der Flüchtlinge nicht selten die Bitte "Integriert doch erst mal uns!". In ihrem gleichnamigen Buch erzählt Köpping von biografischen Brüchen nach der Wende, zitiert die mittlerweile berühmt gewordene Leipziger Eliten-Studie, demnach der Osten bis heute zu 80 Prozent von Westdeutschen geführt wird. Doch auch Nachgeborene, die sich frei von Ossi-Wessi-Zuschreibungen wähnten, merken, dass der Schatten der Vergangenheit sie bis heute verfolgen. Etwa in Erbfragen, denn im Osten erbt man anders, heißt: weniger als im Westen. Die junge Potsdamer Schriftstellerin Paula Fürstenberg beschreibt in ihrem Buch "Familie der geflügelten Tiger", wie man mit Wendeverlierer-Eltern auf einer gefühlten Großbaustelle groß wird. Nachforschungen zum Befinden der Ostdeutschen und zur Forderung einer Ost-Quote.

Musik im Studio

Bosse: Alles ist jetzt
Quelle: Universal

Auf der aspekte-Bühne: Bosse mit "Augen zu Musik an"

Büchnerpreis für Terézia Mora

Zuhause in zwei Sprachen

Den Georg-Büchner-Preis, die bedeutendste Auszeichnung für deutschsprachige Literatur, bekommt in diesem Jahr die Schriftstellerin Terézia Mora. Mora, die als Angehörige der deutschsprachigen Minderheit in Ungarn aufgewachsen ist und seit 1990 in Berlin lebt, wird für ihr bisheriges Werk geehrt, das drei Romane ("Alle Tage", "Der einzige Mann auf dem Kontinent", "Das Ungeheuer") und zwei Bände mit Erzählungen ("Seltsame Materie", "Die Liebe unter Aliens"), umfasst, ferner Poetik-Vorlesungen, ein Theaterstück und Essays. Die Jury begründet ihre Entscheidung folgendermaßen: "In ihren Romanen und Erzählungen widmet sich Terézia Mora Außenseitern und Heimatlosen, prekären Existenzen und Menschen auf der Suche und trifft damit schmerzlich den Nerv unserer Zeit. Schonungslos nimmt sie die Verlorenheit der Großstadtnomaden in den Blick und lotet die Abgründe innerer und äußerer Fremdheit aus. Dies geschieht suggestiv und kraftvoll, bildintensiv und spannungsgeladen – mit ironischen Akzenten, irisierenden Anspielungen und analytischer Schärfe." Ein Treffen mit Terézia Mora vor der Verleihung des Georg-Büchner-Preises am 27. Oktober in Darmstadt.

Streifzug durch die Welt

Cluesos aktuelles Album "Handgepäck I" enthält Songs, die alle auf Reisen entstanden sind. Jo Schück trifft den Musiker in Paris, wo ein Teil dieses Albums seinen Anfang nahm.

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